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Deutsche Bahn: Ramsauer kündigt Konzernumbau an

16.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Angesichts der jüngsten Ereignisse bei der Bahn plant Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) einen umfangreichen Umbau der Konzernstruktur. Das berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Gewinnabführungen aus dem Netz zugunsten des Mutterkonzerns sollen dabei erschwert werden, der integrierte Konzern wird jedoch sehr wahrscheinlich bestehen bleiben.

Im Jahr 2009 haben die Infrastruktursparten zugunsten des Mutterkonzerns rund 800 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Allerdings gab es weitaus mehr Jahre seit der Bahnrefom, in denen die Infrastruktur aus dem Gewinn der Verkehrssparten mitfinanziert worden ist – ein solches Modell könnte auch weiterhin möglich sein. 2011 wird der Konzern seinem Eigentümer, der Bundesrepublik Deutschland, erstmals eine Dividende in Höhe von 500 Millionen Euro zahlen.

Diese Dividende, so wird immer wieder gefordert, soll zusätzlich der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland zugute kommen. Das lehnt die Bundesregierung allerdings ab. Das Geld ist im Sparpaket fest eingeplant. Konkrete Ergebnisse sollen innerhalb der nächsten Wochen präsentiert werden. Im Moment finden Gespräche mit dem Bahnvorstand statt.

3 Responses

  1. Pingback: Ramsauer: “Börsengang der Bahn als Perspektive geplant” – Hamburger Abendblatt | Hasen Chat Wirtschaft


  2. Peter Kasel
    16.01.11 um 18:43

    „Siehste“ : Die Bahn wird doch privatisiert, warum nicht gleich richtig und noch in diesem Jahr ? Wie es geht ? Analog zur UMTS-Frequenz- Versteigerung wird auch die Bahn versteigert, mit Mann und Maus. Jeder mit flüssigen Mitteln kann bieten, egal wer es ist, wo her er kommt, auch wo her das Geld kommt.
    Ob Scheich, chinesische Staatsfonds, Hedge-Fonds, russische Staatsbahn, alle dürfen bieten, meistbietend nach der Devise
    „Alles muss raus! “ Infrastruktur und rollendes Material, Bahnhöfe und, soweit vorhanden auch Toilettten.
    So könnte der Bund sich sehr weit sanieren, der immensen Schulden wegen. Alle zugehörigen Bundesbehörden wie EBA werden abgewickelt, alles ist dann privat. Herr Grube besorgt sich Investoren, kann dann sein „Stuttgart 21“ bauen, auch die Camorra wird beteiligt und Viele Gutmenschen mehr !


  3. Steuerzahler
    16.01.11 um 22:31

    @ Peter Kasel

    Die Versteigerung von Funkfrequenzen (UMTS) beinhaltet das Recht und die Pflicht, eine entsprechende Infrastruktur auf Kosten des Ersteigerers zu schaffen.

    Es wäre allenfalls vergleichbar mit der Lizenz, eine Eisenbahninfrastruktur aufzubauen, nicht aber mit der Versteigerung bestehender.

    Ich gebe aber zu bedenken, dass eben jene Veräußerung der Infrastruktur nicht vorgesehen ist, sondern genau das Gegenteil. Nicht einmal die Veräußerung des Schienenpersonenverkehrs! Langfristig will sich der Staat aber (richtigerweise) von der Logistiksparte ( http://www.dbschenker.com/site/logistics/dbschenker/com/en/start.html ) trenen, die nun mal wirklich nichts mit der Eisenbahn zu tun hat.

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