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Auch Rheinbahn führt elektronische Fahrausweiskontrollen ein

21.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Düsseldorfer Rheinbahn wird, wie viele andere kommunale Verkehrsunternehmen im VRR, künftig auf elektronische Einstiegskontrollgeräte in ihren Bussen setzen. Ein Großteil der Fahrzeuge ist bereits damit ausgestattet. Gleich beim Einstieg erkennt der Fahrer innerhalb von Sekundenbruchteilen, ob der vorgelegte Fahrausweis gültig ist oder nicht. Bislang konnte er die Tickets nur in Augenschein nehmen.

Diese neuen Geräte ersetzen allerdings nicht die gewöhnliche persönliche Kontrolle. Die wird es auch weiterhin wie gewohnt geben. Schwarzfahren zu Lasten der ehrlichen Kunden, die ihren Fahrpreis entrichten, wird somit ab sofort auf Rheinbahn-Buslinien deutlich schwieriger. Das Unternehmen erwartet, dass sich die jetzige Investition in die neue Technik durch Mehreinnahmen aus Ticketverkäufen schnell amortisieren wird.

2 Responses


  1. Stefan L.
    07.02.11 um 10:21

    Das System ist vollkommen unausgereift. Das Einsteigen verzögert sich merklich zu früher. Es gibt viele Probleme beim korrekten Auslesen der Tickets, sodass aus den „Sekundenbruchteilen“ mal ganz schnell „mehr als 10 Sekunden“ werden. Das ganze funktioniert so toll, dass inzwischen die Fahrer die Fahrgäste einfach durchwinken und gar keine Kontrolle mehr stattfindet.

    Anstatt mehr als 1 Mio. Euro in ein nicht funktionierendes System zu stecken, hätte man für das Geld mehr Servicepersonal (ehemals Kontrolleure) einstellen können. Denn im Gegensatz zu der elektronischen Kontrolle können die auch noch die 40 Euro fürs Schwarzfahren kassieren.


  2. Steuerzahler
    07.02.11 um 11:15

    @ Stefan L.

    Kontrollgeräte sind einmalige Investitionen und wenn die Probleme zeitnah behoben werden, amortisiert sich die Sache.

    Servicepersonal (Kontrolleure) sind aber dauerhafte Personalkosten. Dies ist dem Ziel, einen höheren Kostendeckungsgrad zu erreichen nicht dienlich.

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