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ZRL zum neuen Stationspreissystem und Infrastrukturausbau

21.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Am 9. Dezember fand die 67. Verbandsversammlung des Zweckverbandes SPNV Ruhr-Lippe (ZRL) statt. Dieser ist Mitglied im NWL. Dabei wurden zwei wichtige Themen behandelt, die für die langfristige Sicherung des SPNV in der Region von entscheidender Wichtigkeit sind: Das Trassen- und Stationspreissystem der Deutschen Bahn für Regionalzüge und die Finanzierung des Infrastrukturausbaus durch den Bund.

Das neue Stationspreissystem sorgt im ZRL, trotz der Abschaffung der Regionalfaktoren, für eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von etwa 2,3 Millionen Euro. Im gesamten NWL-Gebiet beträgt die jährliche Mehrbelastung rund sieben Millionen Euro. Die Einstufung der Stationen wird nach einer neuen Methodik vorgenommen, außerdem sind neue Zuglängenfaktoren hinzugekommen. Ab einer Zuglänge von 170 Metern verdreifacht sich die Stationsgebühr um den Grundpreis. Zwischen 90 und 169 Metern steigt sie um den Faktor 1,2.

Sowohl die Ruhr-Sieg-Strecke als auch die obere Ruhrtalbahn sind aus dem Bedarfsplan für Bundesschienenwege gestrichen worden. Nach einer neuerlichen Bewertung geht das Bundesverkehrsministerium bei beiden Maßnahmen davon aus, dass nicht nur der Nutzen nicht ausreichend hoch sei, sondern dass die Ertüchtigung der Strecken einen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen würde.

Lediglich der zweigleisige Ausbau der Strecke Dortmund – Münster ist im ZRL-Gebiet nach den neuen Gutachten förderfähig. Diese Maßnahme ist Teil des geplanten Rhein-Ruhr-Express. Angenommene Baukosten wären etwa 377 Millionen Euro. Zuletzt waren es nur rund 177 Millionen Euro.

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