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Wien: Niederflutram ULF seit 15 Jahren im Betrieb

06.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Wiener Niederflurtram ULFAm 6. Dezember 1995, heute vor genau 15 Jahren, nahm in Wien auf der Linie 67 die erste Niederflurstraßenbahn in der Geschichte der Donaumetropole den Betrieb auf. ULF, eine Abkürzung für „Ultra Low Floor“ (ultra niedriger Fußboden), sorgt dafür, dass auch Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen und andere Fahrgäste mit Gehbehinderungen problemlos in die Tram einsteigen können.

Heute, 15 Jahre später, besitzen die Wiener Linien 215 ULFs – das sind mehr als vierzig Prozent der vorhandenen Straßenbahn-Triebzüge. Sie wurden speziell für die Verkehrsbedürfnisse in Österreichs Hauptstadt gebaut. Jedes Jahr kommen etwa 15 bis zwanzig neue dazu und ersetzen ältere, nicht mehr zeitgemäße Fahrzeuge. Sie verfügen außerdem serienmäßig über eine Klimaanlage.

Niederflurstraßenbahnen haben – im Gegensatz zu konventionellen Trams – ihren Motor nicht unter dem Fahrgastraum, sondern auf dem Dach. Dadurch ist ein barrierefreier Einstieg möglich, ohne dass man aufwändige Hochbahnsteige bauen muss. Die bei Siemens produzierten Fahrzeuge bieten in der Langversion (35 Meter) Platz für 207 Fahrgäste, in der Kurzversion (24 Meter) sind es 136 Personen.

Bild: Wiener Linien

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