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VCD kritisiert IC-Ausdünnung zwischen Nürnberg und Stuttgart

28.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Nahverkehr allein kann fehlende Fernzüge nicht auffangen.Der bayerische Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland e.V. kritisiert die von der Deutsche Bahn betriebene Ausdünnung der InterCity-Leistungen zwischen Nürnberg und Stuttgart. Auf dieser Verbindung entfällt noch mindestens bis zum 29. Dezember jeder zweite Fernzug, weil das Rollmaterial auf anderen Relationen, wie z.B. zwischen München und Hamburg oder zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin benötigt wird.

Gerd Weibelzahl, Vorstand des bayerischen VCD: „Wir freuen uns zwar, dass die DB AG flexibel auf den erhöhten Bedarf im Fernverkehr zur Bundeshauptstadt Berlin reagiert und zusätzliche Züge zwischen Köln und Berlin bereitstellt.“ Es sei jedoch inakzeptabel, dass solche Extraleistungen auf Kosten einer wichtigen Verbindung zwischen zwei süddeutschen Oberzentren gehe. „Die Kunden gehen zurecht davon aus, dass ein Jahresfahrplan auch ein Jahr lang gilt und nicht für wenige Tage per Meldung im Internet außer Kraft gesetzt wird.“

„Im Interesse der Kunden werden wir der Frage nachgehen, ob eine solche Fahrplanplanung korrekt ist“, ergänzt Bernd Sluka, der Vorsitzende des bayerischen Umwelt- und Verbraucherverbands. „Wenn die IC-Züge z. B. zwischen Köln und Berlin gebraucht werden, dann kann man den vorhandenen Zweistundentakt über zusätzliche Nahverkehrszüge gewährleisten“, stellt Sluka klar. „Aber ganze Verbindungen zu streichen und die Fahrgäste auf zeitaufwändige und überteuerte Umwege zu verweisen, sollte nicht vorkommen.“

Bild: Deutsche Bahn AG

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