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Schlotmann fordert flexibleren ÖPNV

13.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der mecklenburg-vorpommersche Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) fordert beim ÖPNV, insbesondere im ländlich geprägten Raum, eine höhere Flexibilität. Wegen der vergleichsweise geringen Nachfrage und des daraus resultierenden schlechten Angebots werden Auto und Fahrrad in Orten mit weniger als 20.000 Einwohner überproportional häufig genutzt. Ein Missstand, dem Schlotmann sinnvolle Innovationen entgegensetzen will.

Auf der Landeskonferenz Mobilität 2020 sagte er in Wismar: „Mobilität bedeutet gesellschaftliche Teilhabe. Auch auf dem Land brauchen wir ein akzeptables und bezahlbares Nahverkehrsangebot. Wir wollen, dass auch kleine Orte mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind.“ In ländlich geprägten Regionen, und davon hat Mecklenburg-Vorpommern sehr viele, ist die Gruppe der Fahrradfahrer teilweise doppelt so groß wie die Gruppe der ÖPNV-Nutzer.

Schlotmann: „Neue Ideen in den Landkreisen, den Kommunen und bei den Verkehrsunternehmen sind gefragt. Ich appelliere an alle, neue Wege zu gehen und gemeinsam Perspektiven zu entwickeln.“ Er fordert daher Konzepte wie Rufbusse oder Carsharing, denn „die Auffassung, dass der öffentliche Nahverkehr wegen des demografischen Wandels entbehrlich sei, ist falsch. Das genaue Gegenteil ist richtig. Der ÖPNV hat diese Perspektiv- und Reformdebatte verdient. Er braucht eine klare und verlässliche Zukunft – im Interesse von uns allen.“

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