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S-Bahn Stuttgart: VCD fordert Entschädigung für die Fahrgäste

09.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Nach der Ankündigung der Deutschen Bahn, ab dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag einen verlässlichen „Notfahrplan“ auf der S-Bahn Stuttgart einzuführen, hat sich der Baden-Württembergische Landesverband des Verkehrsclub Deutschland e.V. erneut für Entschädigungsleistungen zu Gunsten der Fahrgäste ausgesprochen. Angesichts der dramatischen Zustände seien hier entsprechende Regelungen geboten.

VCD-Landeschef Matthias Lieb: „Es ist zwar schön, wenn zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wieder alle Züge der Linie S1 durch den Stuttgarter Innenstadttunnel fahren. Stattdessen werden aber viele Fahrgäste der Linie S2 zum Umsteigen in Bad Cannstatt oder Hauptbahnhof gezwungen, weil ihre Züge nicht mehr durchfahren oder sogar ganz entfallen. Des einen Freud ist des anderen Leid, und auch die Einschränkungen bei der S5 bleiben erhalten.“

Lieb weiter: „Von den Folgeverspätungen im Regionalverkehr sind auch weiterhin viele Pendler außerhalb des S-Bahn-Einzugsbereichs betroffen. Obwohl dieser modifizierte Notfahrplan bei weitem nicht das bietet, was Dauerkartenkunden des VVS versprochen wurde, gibt es für diese immer noch keine angemessene Entschädigung. Stattdessen hat der VVS – wie gewohnt – zum Jahreswechsel eine Preiserhöhung angekündigt. Das hat mit Kundenfreundlichkeit nicht viel zu tun.“

Die Finanzierung einer solchen Entschädigung müsse aus dem Risikotopf für mögliche Kostensteigerungen des umstrittenen Großprojektes Stuttgart 21 erfolgen. Die S-Bahn-Misere hängt mit dem Bau des unterirdischen Tunnelbahnhofes zusammen und ist eine direkte Folge verfehlter Planungen. Das Eisenbahnbundesamt hatte eine Sondergenehmigung für Fahrten auf Sicht auf der S-Bahnstammstrecke einkassiert.

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