Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

S-Bahn Berlin: VBB fordert Aufarbeitung

09.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Angesichts des neuerlichen Winterchaos auf der S-Bahn Berlin, das mittlerweile eine Woche andauert ohne dass erkennbare Besserungen in Sicht wären, fordert der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) in seiner Eigenschaft als zuständiger Aufgabenträger eine ehrliche Aufarbeitung der Problemursachen. Dafür seien insbesondere S-Bahn Berlin GmbH und ihr Mutterkonzern, die Deutsche Bahn AG gefragt.

VBB-Geschäftsführer Werner Franz: „Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, was mit den eingesetzten Steuergeldern passiert und warum das einstige Vorzeigeunternehmen S-Bahn an die Wand gefahren wurde. An erster Stelle der Geschäftspolitik müssen endlich wieder die Fahrgäste und die Qualität der Verkehrsleistung stehen. Wir dürfen nicht resignieren und uns mit dem Desaster abfinden. Die Deutsche Bahn AG kann wesentlich mehr Einsatz für die Beseitigung der S-Bahn Probleme leisten, als sie es momentan tut. “

Die wahren Ursachen der S-Bahnkrise sind, so Franz, noch immer nicht bekannt. Der im Februar von der Deutschen Bahn vorgestellte Ermittlungsbericht ließ, so heißt es in einer Publikation des VBB, die wesentlichen Fragen unbeantwortet. Das derzeitige Winterchaos haben offenbart, dass lediglich an den Symptomen herumgedoktort wurde.

Ein Kommentar


  1. S-Bahn-Orakel
    12.12.10 um 11:47

    Dem größten Teil der Berliner und Brandenburger Bevölkerung ist wahrscheinlich gar nicht klar, was sie an Herrn Franz haben. Der Mann weiß, wovon er spricht und wagt es als Einziger, den Finger immer wieder in die Wunde zu legen.

    Der Berliner Senat hat die Katastrophe durch jahrelange Untätigkeit in erheblichem Maße mit verschuldet, die Brandenburgische Landesregierung mit ihren häufig wechselnden Verkehrs- (genauer gesagt: Infrastruktur-)Ministern hält sich im Windschatten der Berliner Kollegen. Hat sie doch mehr als genug Sorgen mit den von der Bahn AG erbrachten „Leistungen“ im Regionalverkehr.

    Der durchaus glaubwürdige und bemühte S-Bahn-GF Peter Buchner wiederum ist einzig eine Marionette des Bahnvorstandes und kann nicht, wie er will und wie es gut für die S-Bahn wäre.

    Wenn es der Bahn nun noch gelänge, Herrn Franz auf das Altenteil zu verschieben (wovon sie ganz sicher träumen), dann haben sie tatsächlich die angestrebte Meinungsführerschaft erreicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.