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S-Bahn Berlin: Störungsbedingte Fahrplanänderungen dauern an

06.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die S-Bahn Berlin ist und bleibt ein SorgenkindDie S-Bahn Berlin GmbH wird auch in der neuen Woche einen Teil ihres Rollmaterials zunächst nicht einsetzen können. Grund ist ein Rückstau bei der Durchführung der notwendigen Prüf- Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Aufgrund der vielen witterungsbedingten Weichenstörungen in der vergangenen Woche konnte viele Züge nicht in die Abstellanlagen und Werkstätten gebracht werden.

Obwohl das Verkehrsunternehmen die betriebsnahen Werkstattkapazitäten ausgeweitet und zusätzliches Personal eingesetzt hat, waren sie nicht in der Lage, bis zum Wochenbeginn die Probleme zu lösen. Die S-Bahn Berlin war allerdings besser auf den Winter vorbereitet als in den vergangenen Jahren – nur die Infrastruktur war es nicht.

Aufgrund dieser Unannehmlichkeiten, für die sich die Bahn bei den Fahrgästen entschuldigen und um Verständnis bitten möchte, stehen etwa hundert Viertelzüge weniger zur Verfügung als sonst. Die Züge müssen daher zumeist gekürzt werden. Auf der Ringbahn kann nur ein Zehnminutentakt gefahren werden, zwischen Charlottenburg und Potsdam sowie zwischen Wartenberg und Warschauer Straße wird sogar nur ein Zwanzigminutentakt angeboten.

Bild: Deutsche Bahn AG

2 Responses

  1. Erfreulich zu hören, dass die S-Bahn besser vorbereitet war und diesmal leider DB Netz nicht, aber die Herren von der DB haben sie doch wohl nicht alle. Zur Hölle fahren sollen sie!


  2. S-Bahn-Orakel
    12.12.10 um 12:09

    Tatsächlich hat die S-Bahn ihre Takte seit Donnerstag (9.12.) wieder etwas mehr vom Not-Not-Fahrplan zurück in Richtung Notfahrplan 2010 (alt) verbessert. Das gilt aber nur für einzelne Strecken und keinesfalls über den gesamten Tag.

    Dafür ist in der vergangenen Chaos-Woche eine neue Terminologie bei Zugausfällen hinzu gekommen. Zu den Einzelzügen, die traditionell „aus betrieblichen Gründen“ ausfallen gibt es jetzt neu: „Aus betrieblichen Gründen entfallen die Fahrten der Kurzzüge nach “ “ bis auf Weiteres.“ Das bedeutet, man hat auf dem Papier einen 10-Minuten-Verkehr (und sei nur mit Kurzzügen), tatsächlich hat man aber einen 20-Minuten-Verkehr und nur Ausfälle „aus betrieblichen Gründen“.

    Für alle, die dieses Verkehrsmittel nicht täglich benutzen: Die Ausfälle sind weitaus umfangreicher als die Bahn meldet. Und die Zeitungen schreiben ja brav das ab, was die Bahn-Pressestellen ihnen liefern.

    Wenn die Bahn 50 % ihrer Mitarbeiter in den Pressestellen zum Weichen freischaufeln einsetzen würde, wäre den Fahrgästen sicherlich mehr geholfen.

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