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S-Bahn Berlin startet Austauschprogramm für Radsätze

23.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die S-Bahn Berlin investiert im Laufe des Jahres 2011 rund fünfzig Millionen Euro um alle viertausend Radsätze an den Zügen der S-Bahnbaureihe 481 auszutauschen. Die Nutzung einer neuen Montagestraße ermöglicht den Tausch der Radsätze an einem Halbzug in nur 24 Stunden. Gemeinsam mit der Umrüstung der Züge auf elektronische Zugsicherung soll dadurch die Zukunftsfähigkeit der Baureihe gesichert werden.

Peter Buchner, Sprecher der Geschäftsführung: „Der Start des Tauschprogramms ist ein Lichtblick am Ende des Tunnels. Nach umfangreichem Zulassungsprozess und kräftezehrenden praktischen Vorarbeiten wird das Tauschprogramm jetzt mit Hochdruck umgesetzt.“

Jürgen Konz, Geschäftsführer Produktion der S-Bahn Berlin, spricht von einem Meilenstein auf dem Weg der Krisenbewältigung seines Unternehmens: „Neue Achsen und Räder unter unseren Zügen erhöhen die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit für unsere Fahrgäste. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit der Baureihe 481 eingeschlagen.“

Schon im zweiten Quartal 2011 sollen die Fahrgäste die Ergebnisse merken: Die neuen Radsätze werden wesentlich längere Untersuchungsintervalle haben. Aufgrund dessen müssen sie seltener in die Werkstatt. Weniger Standzeiten führen sukzessive zu einer höheren Fahrzeugverfügbarkeit.

2 Responses


  1. dbfan 2011
    23.12.10 um 17:20

    Komisch nur, dass früher keine qualitativ hochwertigeren Radsätze verbaut wurden. Dann wären die Probleme wahrscheinlich erst gar nicht aufgetreten.
    Bei solchen „Massenbestellungen“, wie bei der Baureihe 481, wo überdurchschnittlich viele Züge bestellt wurden, wird aber auch häufiger auf Qualität oder Komfort (teilweise) verzichtet bzw. es werden minderwertigere Teile verbaut, weil dies bei so großen Mengen manchmal wirtschaftlicher und günstiger ist. Ein gutes Beispiel dafür ist auch die Baureihe 425.

  2. Mir wäre lieber, ich könnte jetzt vernünftig fahren. Das aktuelle Angebot ist ein Witz, nicht mal auf den „Not-Notfahrplan“ (20-Minuten-Takt) ist Verlass, auf einigen Strecken gab es Wartezeiten von 40-60 Minuten!

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