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Nord-Ostsee-Bahn feiert zehnjähriges Bestehen

10.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

In dieser Woche feierte die Nord-Ostsee-Bahn auf ihrem Betriebsgelände in Husum ihr zehnjähriges Jubliäum im Beisein von rund einhundert geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Das Unternehmen gehört zu 100% zum französischen Konzern Veolia Verkehr, vormals Connex. Als erste Privatbahn Schleswig-Holsteins hat sie kurz nach der Jahrtausendwende, am 5. November 2000, den Betrieb aufgenommen.

„Die Regionalisierung des Schienenverkehrs in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Dass das auch in Schleswig-Holstein gilt, ist auch der NOB zu verdanken“ sagt der schleswig-holsteinische Wirtschafts- und Verkehrsminister Jost de Jager (CDU). Mit ihren Fahrzeugen und freundlichem Personal habe die NOB Maßstäbe gesetzt und dafür gesorgt, dass auch alt eingesessene Bahnunternehmen besser geworden ist.

Axel Sondermann, Geschäftsführer bei Veolia Verkehr in Berlin: „Für die Veolia Verkehr-Gruppe gehört die NOB zu den Pionierunternehmen unserer Geschäftsentwicklung im Bereich Wettbewerb auf der Schiene. Wir fühlen uns mit dem Land Schleswig-Holstein, das sehr früh und konsequent den Wettbewerb vorangetrieben hat, eng verbunden. Die NOB ist ein wichtiges Vorzeigeunternehmen unserer Gruppe, aus dem heraus wichtige Innovationsimpulse in den Bereichen Marketing und Vertrieb, Kundenservice und Technik kommen.“

Der technische Geschäftsführer Olaf Ernst ist optimistisch für die Zukunft, obwohl das Netz Nord jüngst verloren gegangen ist: „Wir leisten einen hohen Wertschöpfungsanteil in Schleswig-Holstein mit unseren vierhundert Mitarbeitern im Bus- und Bahnbereich. Es gibt auch noch Marktchancen für die NOB z.B. das Netz Mitte. Unsere Marktchancen zu nutzen – diese Verantwortung tragen wir auch gegenüber unseren Mitarbeitern.“

2 Responses


  1. M. Harder
    10.12.10 um 11:14

    Leider ist die Ausschreibung für das Netz Mitte verschoben worden: Irgendwann im Jahre 2011 dürfte die rausgehen, wenn es nicht noch früher zu Neuwahlen kommt. Erst in vier Jahren wäre da Betriebsbeginn. Unverständlich, dass man Regio so das Geld hinterherwirft oder für schlechte Qualität belohnt. Der sogenannte Schlex fährt häufig nicht mit den vertragsgemäß vereinbarten Wagen und hat schlechte Pünktlichkeitswerte. Bei den RB fahren abgeschriebene Reichsbahnloks mit jahrzehntealten n-Wagen zu deutlich überhöhten Preisen. Das Ministerium spricht von 10 Euro Zuschuß pro Streckenkilometer. Die NOB beispielsweise bekommt deutlich weniger Geld für bessere Leistungen (Kapazität, Material).


  2. F. Gerken
    12.12.10 um 10:31

    Ich habe bei der RBSH schon so manche schlechte Erfahrung gemacht. Übermüllte alte Züge sowie unfreundliche Schaffner schienen in den letzten Jahren standart zu sein, es verbessert sich meiner Meinung, aber nur langsam. Bei der NOB hingegen immer saubere und aufgeräumte Züge und freundliche Schaffner.
    Auch sind die Züge ziemlich modern. Ich schätze zwar, dass die Chancen im Netz Mitte schlecht für die NOB stehen, da das Land anscheinend die RBSH bevorzugt, dennoch hoffe ich auf Erfolg für die NOB, denn ich als Fahrgast war schon so manches Mal so richtig genervt vom schlechten Service der Bahn. Es wäre schade, wenn die LVS sich nicht für die NOB entscheidet, denn dann würde sie ein Unternehmen zerstören, welches diesem Land mal gezeigt hat, was Service ist.

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