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Fahrgäste saßen zwischen Berlin und Hannover fest

24.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

In der Nacht zum Heiligabend war die Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Berlin, eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen Deutschlands, für mehrere Stunden gesperrt. Grund war ein von Eisregen verursachter Oberleitungsschaden. Dadurch saßen etwa 725 Fahrgäste mehrere Stunden in den Zügen fest. Allerdings waren die Fahrzeuge durchgängig mit Strom versorgt und auch die Heizung funktionierte.

Aufgrund der schlechten Verkehrssituation auch auf den Straßen entschieden sich das Technische Hilfswerk (THW) gemeinsam mit der Deutschen Bahn gegen eine Evakuierung der Fahrgäste. Für den Weitertransport hätten weder Busse noch Taxen zur Verfügung gestanden. In den frühen Morgenstunden konnten die Züge, entweder aus eigener Kraft oder unterstützt durch Schlepploks, ihre Fahrt fortsetzen.

Die Bahn erstattet den betroffenen Fahrgästen den Fahrpreis vollständig zurück und bietet außerdem eine zivilrechtliche Schadensersatzzahlung von 250 Euro pro Person an.

Ein Kommentar


  1. dbfan 2011
    24.12.10 um 14:44

    Das jeder Fahrgast in den ICE´s 250€ bekommen hat, ist sehr gut. Da hatten die Fahrgäste ja eigentlich richtiges Glück im Unglück. Zumal die Lüftung/Klimaanlagen reibungslos funktioniert haben und jeder Fahrgast auch noch kostenlose Getränke bekommen hat. (Quelle: Radio). Wenn man so lange im kalten Auto sitzt, und keine Getränke und keine Nahrung zur Verfügung hat, bekommt man kein Geld und erst recht nicht 250€! Also, wie gesagt: viel Glück im Unglück!

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