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EVG gegründet

03.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

In dieser Woche wurde offiziell die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gegründet. Sie entstand aus der Fusion der bisherigen Gewerkschaften Transnet und GDBA. Sie ist Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Der neue Vorsitzende Alexander Kirchner sieht die EVG als „Gegenmodell zu Berufsegoismus“ und kündigte an, dass sich die neue Organisation durch „solidarisches Handeln“ auszeichnen werde.

Auch DGB-Chef Michael Sommer sieht die Gründung der Gewerkschaft als einen historisch wichtigen Schritt an. „Man sollte mit dem Begriff historisch vorsichtig umgehen. Aber wenn zwei bedeutende und stolze Organisationen zusammengehen, dann kann man wissen: Sie tun diesen Schritt, weil sie glauben, dass die neue Organisation besser ist als die, die man bisher vertreten und auch geliebt hat.“

Michael Sommer war stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft und als solcher im Jahr 2001 an der Gründung der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.Di) beteiligt. An die Adresse der neuen Gewerkschaftsmitglieder sagte er: „Ihr schafft mit eurem Schritt bessere Voraussetzungen für die Interessenvertretung in eurer Branche. Und das muss der Prüfstein sein und nicht das Interesse der eigenen Organisation.“

Die GDL lehnte die Einladung, sich ebenfalls der EVG anzuschließen, dankend ab. GDL-Chef Claus Weselsky: „Aus Größe entsteht keine Stärke: Wenn sich zwei schwache Gewerkschaften zusammentun, wird erst recht keine starke daraus.“ „Dass die EVG ein Interesse daran hat, uns unter ihre Fittiche zu bringen und uns damit zähmen zu wollen, können wir zwar nachvollziehen. Diesem Wunsch werden wir aber nicht nachkommen.“

Ein Kommentar

  1. Wichtig ist es das eine Tarifeinigung steht und die Kollegen endlich mal etwas in der Börse halten. Es wird nur geredet und geredet ! Es reimt sich nach der Politischen Formel von der FDP
    muß soweit dikutiert werden ?

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