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DB Regio tauft 16 Züge für das Südpfalznetz

07.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Am vergangenen Samstag (4. Dezember) wurden in Rheinland-Pfalz die 16 neuen Triebzüge für das Südpfalznetz vom Typ VT 642 bzw. VT 643 auf die Namen der Anliegerkommunen getauft. Drei Wochen lang waren die Bürger aus 35 Orts- und Stadtteilen aufgerufen, für „ihre“ Heimat zu stimmen. Die Züge werden vom Fahrplanwechsel am 12. Dezember an im Rahmen des Rheinland-Pfalz-Taktes unterwegs sein.

Andreas Schilling, Vorsitzender der Regionalleitung bei DB Regio Rhein-Neckar: „Das Engagement der Gemeinden in der Südpfalz hat uns begeistert. Die Bürgerinnen und Bürger haben damit schon jetzt einen wichtigen Beitrag geleistet, das neue Südpfalznetz mit Leben zu erfüllen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und werden tagtäglich unseren Qualitätsanspruch zur Zufriedenheit der Kunden erfüllen .“

Die 16 Züge tragen (in alphabetischer Reihenfolge) die Namen der Orte Albersweiler, Barbelroth, Birkweiler, Hauenstein (Pfalz), Hinterweidenthal, Kapsweyer, Kirrweiler (Pfalz), Knörringen, Schaidt, Schweighofen, Siebeldingen, Steinfeld (Pfalz), Steinweiler, Rinnthal, Wilgartswiesen und Winden (Pfalz).

Das Südpfalznetz wurde durch den Aufgabenträger Zweckverband SPNV Süd aus Rheinland-Pfalz EU-weit ausgeschrieben. DB Regio Rhein-Neckar konnte das Wettbewerbsverfahren für sich entscheiden.

Ein Kommentar

  1. Dass die DB Regio diese Ausschreibung gewinnen würde stand bereits schon vor der Vergabe fest, weil in der HVZ auch nicht-barrierefreie Züge eingesetzt werden dürfen. Gerne hätte ich einen privaten SPNV-Dienstleister gesehen, der von der DB alte 628er abgekauft hätte und sonst nur modernes Rollmaterial einsetzt: Die öffentliche Meinung wäre gegen dieses Unternehmen. Bei der DB ist die Meinung eher: „Gut, dass sie noch funktionstüchtige Züge weiterverwenden und damit das Staatssäckl schonen.“

    Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma ist das strikte Unbundeling auch bei den Eigentumsverhältnissen, sprich der völligen Privatisierung der DB Mobility Logistics. Mit den Verkaufserlösen sollte das Schienennetz auf Vordermann gebracht und die Trassengebühren signifikant reduziert werden.

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