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BZÖ-Verkehrssprecher wirft ÖBB falsches Konzept vor

23.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der verkehrspolitische Sprecher des Bündnisse Zukunft Österreichs Christoph Hagen hat das Verkehrskonzept der Österreichischen Budnesbahnen scharf kritisiert. Er fordert eine klare Trennung zwischen Politik und Unternehmensführung und darüber hinaus eine Finanzierung die stets im Einklang mit dem Parlament stehe. Hagen fordert einen Umbau der ÖBB nach dem Vorbild Schweiz – nebenan laufe es wesentlich besser.

In der Schweiz habe die Bahn das Angebot massiv erweitert und damit den Marktanteil um rund 27 Prozent in etwa fünf Jahren erhöht. Dazu haben laut Hagen Pünktlichkeit und Sauberkeit der Züge massiv zugenommen. Im Vergleich dazu lag die Pünktlichkeit bei den ÖBB im Jahr 2009 bei 91,4 Prozent – Tendenz fallend. „Jeder dritte Güterzug ist massiv unpünktlich“, so Hagen, der es als einen Fehler sieht, dass das Unternehmen die Priorität auf Güterverkehr gelegt hatte.

Dazu kämen die massiven Schulden der ÖBB. Diese bezeichnete Hagen als „Zeitbombe fürs Budget.“ Jedes Jahr fließen etwa sieben Millionen Euro Steuergelder in die ÖBB, „aber bei Pensionen wird geprasst.“ Statt die Autofahrer weiter mit höheren Kosten für die Bahn zu belasten, sollte diese effizienter und kundenfreundlicher gestaltet werden.

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