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Bayerischer VCD sieht Stuttgart 21 als Investitionshindernis

01.12.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der bayerische Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland e.V. sieht Stuttgart 21 als Investitionshindernis für notwendigen Schienenbau auch im Freistaat Bayern. Mit den Kosten, die Stuttgart 21 – allein der Tiefbahnhof ohne die Neubaustrecke – verursacht, könnte man möglicherweise sogar bundesweit alle Bahnhöfe sanieren und auf einen zeitgemäßen, barrierefreien Stand bringen.

„Aus bayerischer Sicht stellt Stuttgart 21 ein Investitionshindernis dar“ sagt der Landesvorsitzende Bernd Sluka. „Dieses Immobilienprojekt behindert den Bahnverkehr und bindet gleichzeitig Mittel, die in Bayern für den Ausbau der Schienenstrecken an allen Ecken und Enden fehlen.“

In Bayern sind weder die Finanzierung der Sanierung der Bahnstrecke München – Mühldorf – Burghausen noch die Finanzierung der Elektrifizierung Regensburg – Hof gesichert. Die internationalen Verpflichtungen, die die Bundesrepublik eingegangen ist, wie die Ertüchtigung der Strecke Nürnberg – Regensburg – Passau, werden gänzlich ignoriert, so der VCD.

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