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Bahn bietet wegen Wintereinbruch kostenlose Fahrkartenerstattung an

04.12.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Wegen der chaotischen Zustände im Bahnverkehr durch den alljährlichen Wintereinbruch, bietet die Deutsche Bahn ab sofort aus Kulanz eine kostenlose Rücknahme von Fahrscheinen bis einschließlich 6. Dezemeber 2010. Reisende die aufgrund der zu erwartenden Unannehmlichkeiten ihre Reise verschieben oder stornieren möchten, erhalten auch bei zugebundenen Tickets und Reservierungen den vollen Kaufpreis zurück.

Der alljährliche Wintereinbruch sorgte auch in diesem Jahr für erhebliche Verspätungen und Ausfälle. Vielerorts waren Fernzüge mit zwei- bis dreistelligen Verspätungen unterwegs. Auch am Wochenende wird mit Verspätungen und teilweisen Ausfällen im Nah- und Fernverkehr gerechnet. Vor allem blockierte Weichen sorgen wie jedes Jahr für Chaos im Bahnverkehr. In diesem Jahr versucht die Deutsche Bahn zumindest mit zusätzlichen Servicekräften die Reisenden an den Bahnhöfen zu informieren.

Noch bis Montag sollen die ICEs zwischen München und Berlin mit einer 90- bis 120-minütigen Reisezeitverlängerungen umgeleitet werden, da die Strecke zwischen Saalfeld und Lichtenfels gesperrt ist. Der Grund hierfür sind zahlreiche Bäume an der Strecke, die durch die Schneelast auf die Strecke fallen könnten. Die Halte Jena-Paradies, Saalfeld, Lichtenfels, Bamberg und Erlangen werden nicht mehr durch den Fernverkehr bedient. Reisende die zwischen Berlin und München reisen möchten, sollten auf Züge über Göttingen ausweichen.

Aktuelle Infos zu Verspätungen und Ausfällen können rund um die Uhr unter der kostenlosen Service-Nummer 08000 99 66 33 und unter www.bahn.de/aktuell abgerufen werden. Nutzer mobiler Endgeräte erhalten aktuelle Reiseinformationen über m.bahn.de/ris

24 Responses

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  2. Nicht nur im Servicebereich wird aufgestockt. In allen Bereichen wird alles mobilisiert was geht. Aber sich mal damit zu befassen, wie der Betrieb konkret funktioniert sowie Meinung und Fakten auseinanderzuhalten ist wohl viel verlangt…?

    Beispiel, viele klagen ueber den ICE. Frueher habe es keine verschneit-vereisten Frontscheiben und gefaehrliche Eisklumpen gegeben. Natuerlich. Frueher gab es keine so gut isolierten und so abgeflachten Frontseiten, also blieb auch kein Schnee liegen! Und frueher fuhr man gar nicht erst ueber 200, also konnten die Eisklumpen die es sehr wohl immer gab auch nix anstellen.

    Oder die ewige Leier wie sehr die Bahn doch abgestuerzt sei, gemessen am alten Spruch „alle reden vom Wetter, wir nicht“. Der Spruch stammt aus Zeiten, als Schnellzuege 140, seltenst 160 fuhren! Natuerlich war da der Einfluss der Witterung marginal verglichen mit den heutigen Zuegen. Heute operiert man viel naeher an der Grenze der Haftkraft, also ist man natuerlich viel eher betroffen wenn diese witterungsbedingt absinkt.

    Aber zu tief einblicken ist nicht gut. Man koennte mehr verstehen und dann nicht mehr so einfach poltern koennen.


  3. Stefan Hennigfeld
    04.12.10 um 15:47

    Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Ein geflügelter Satz, von dem ich nicht weiß, wer ihn erfunden hat. Was ich aber weiß, ist daß PR- und Marketingleute ihn mittlerweile in ihrer Ausbildung behandeln. Es gibt in der Geschichte der deutschsprachigen Werbung wohl keinen Spruch, der zu einem so nachhaltigen Boumerang geworden ist wie dieser. Auch heute, fast fünfzig Jahre nach der Vorstellung dieser Kampagne, ist er immer noch ein Problem für die Öffentlichkeitsarbeit der Bahn.

    Die Eisenbahn ist den Unwägbarkeiten der Witterung genauso schutzlos ausgeliefert wie andere Verkehrsträger auch. Das Binneschiff kommt nicht weiter, wenn der Kanal zufriert oder wegen Regenmangel Niedrigwasser herrscht, das Auto kommt ins Rutschen und auch bei der Bahn redet man vom Wetter.

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  6. Dipl.-Ing.
    04.12.10 um 20:34

    @QQ:
    Was haben vereiste Frontscheiben mit Weichen- und BÜ-Störungen zu tun?

  7. Ich habe bisher keine groesseren Wn- bzw. Bue-bedingten Verspaetungen mitbekommen, dafuer einige bei ICEs aus Berlin, die dadurch in Frankfurt mit +80 ankamen dass sie verschneit und vereist waren und, weil man beim Wenden die andere Scheibe freikriegen musste, mit +100 weiterfuhren. Und dazu kommt natuerlich VMZ=200 bis 6. 12.


  8. Dipl.-Ing.
    04.12.10 um 21:13

    Heute morgen hab ich zum Beispiel 20 Minuten vor einem BÜ in Ennepetal-Gevelsberg gestanden.


  9. Dipl.-Ing.
    04.12.10 um 21:41

    Moderne Fahrzeuge wie der VT 612 oder VT 648 besitzen sogar Stirnfensterheizungen. Da bleibt nichts hängen.

  10. Ich empfehle der DB AG für die Wintermonate Dezember / Januar zukünftig einen „echten Winterfahrplan“ zu entwickeln. Jedes Jahr aufs Neue das Zusammenbrechen weiter Teile der Fahrpläne empfinde ich als höchst unprofessionell! Es ist für jeden vorhersehbar, dass es im Dezember und Januar winterliche Bedingungen in Deutschland gibt! Also warum sind dann die Fahrpläne so ausgelegt, als ob „Mai und 22 Grad bei lockerer Bewölkung“ herrschen? 10 cm Schnee in der Nacht sind in deutschen Wintermonaten definitiv KEINE unvorhersehbaren „Naturgewalten“.

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  17. Was sind wir bloß für eine Bananenrepublik geworden, bisschen Schnee und nichts geht mehr.

  18. Ein 200m/h fahrender Zug ist „es geht nichts mehr“? Gott wie verwoehnt seid Ihr denn?


  19. Jürgen E.
    05.12.10 um 20:34

    Jeder Autofahrer, der etwas in der Birne hat, rüstet sein Auto vor dem Winter entsprechend um. Winterreifen sind ja seit dem Wochenende Pflicht, es sei denn, man lässt das Auto stehen. Aber auch Kühlerforstschutz, Frostschutz in der Scheibenwaschanlage, eine funktionierende Batterie, genügend Sprit im Tank, um auch bei einem längeren Stau die Heizung laufen zu lassen, warme Decken und natürlich Verpflegung, wenn es noch länger dauert usw.

    Aber für das Netz ist der Autofahrer nicht verantwortlich. Da enden seine Kompetzenz und seine Möglichkeiten. Hier arbeiten die Mitarbeiter des Winterdienstes unermüdlich, um die Straßen befahrbar zu halten (was leider auch nicht immer gelingt, manchmal ist es einfach zu viel Schnee oder gar Eisregen. Da hilft auch das dauerhafte „pökeln“ der Straßen nicht mehr).

    Ich unterstelle den Mitarbeitern der DB Netz AG durchaus den guten Willen und den nötige Einsatz. Auch unterstelle ich, dass die Züge in den Bahnbetriebswerken „winterfest“ gemacht wurden. Das Ergebnis ist jedoch nicht so, wie man es sich als zahlender Kunde vorstellt. Liegt hier möglicherweise eine falsche Planung seitens der Konzernleitung vor?

    Und mit Verlaub, die „Winter“ 2009/2010 und möglicherweise 2010/2011 waren „früher“ – also in den 1950er/1960er Jahren Normalzustand. Im Jahre 1963 war die Ruhr (Nebenfluss des Rhein) zugefroren und ich bin darauf Schlittschuh gelaufen. Zugefroren war sie auch 1954, aber da konnte ich noch nicht Schlittschuh laufen ;)

    Nennenswerte Probleme sind mir weder bei der Eisenbahn noch beim Autoverkehr in Erinnerung.

    @ Stefan Hennigfeld

    Die Werbekampange „Alle reden vom Wetter, wir nicht!“ wude 1966 von der Werbeangentur McCann Erickson entwickelt.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f8/DB-Werbung_1980er_Jahre_%22Alle_reden_vom_Wetter._Wir_nicht.%22.jpg

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