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Zehn Jahre NordWestBahn

05.11.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

David McAllister (links) und Martin Meyer-Luu (mitte)Die NordWestBahn, ein Joint-Venture der Stadtwerke Osnabrück, der Verkehr und Wasser Oldenburg und des französischen Veolia-Konzerns, hielt in Osnabrück gestern eine Feierstunde anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens. Sie betreibt SPNV-Leistungen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, von der Nordsee bis nach Düsseldorf.

Niedersachsen hat derzeit mehr als die Hälfte aller SPNV-Leistungen in öffentlichen Ausschreibungen vergeben. Damit liegt man deutlich über dem Bundesdurchschnitt, hier sind es nur 23%. Ministerpräsident David McAllister (CDU): „Bis 2014 wollen wir alle Strecken neu vergeben, die bisher noch nicht durch das Land ausgeschrieben worden sind.“

Dieser Wettbewerb bringe vor allem den Fahrgästen Vorteile, „da Qualität und Service gestiegen und die Kosten gesunken sind.“ Das zeigen auch die deutlich gestiegenen Fahrgastzahlen. Für McAllister die die NordWestBahn ein „Pionier der ersten Stunde“, die erheblich zur „Erfolgsgeschichte“ des niedersächsischen SPNV seit der Bahnreform beigetragen hat.

Moderne Dienstleistungsunternehmen, die am Markt bestehen müssen, bringen den Fahrgästen im Nahverkehr deutliche Vorteile, der zur Zeiten der alten Behördenbahn ein Schattendasein fristete und von Streckenstilllegungen geprägt war. „Verbesserte Fahrpläne, Schnelligkeit und Pünktlichkeit sind die Erfolgsfaktoren eines attraktiven Nahverkehrsangebotes für die Menschen in der Region Weser-Ems .“ Auch LNVG-Geschäftfsührer Joachim Menn zieht eine positive Bilanz.

Bei der NordWestBahn arbeiten heute 650 Menschen. Angefangen hat man kurz nach der Jahrtausendwende mit 85. Sie ist daher ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Das weiß auch Osnabrücks Bürgermeister Burkhard Jasper (CDU): „Über die Stadtwerke Osnabrück, einer der Gesellschafter der NordWestBahn, hat die Stadt Osnabrück regionale Verantwortung übernommen und durch die Bereitstellung von Kapital und Infrastruktur, zum Beispiel die Gleisanbindung Hafen und den Neubau des Verwaltungsgebäudes, die Voraussetzungen für das Wachstum der NordWestBahn geschaffen.“

Bild: NordWestBahn

9 Responses

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  3. Signalhorn
    05.11.10 um 14:01

    Die NordWestBahn ist in NRW auch eines der beliebtesten Privatbahnunternehmen. Das kann ich nur bestätigen: Vor ein paar Monaten ist am Niederrhein ja ein Zugunglück passiert, wo eine DB-Diesellok in 10 abgestellte Lint 41 der NWB gerast ist. Fast alle der betroffenen Triebwagen wurden schwer beschädigt und konnten für mehrere Wochen gefahren werden.
    Die NWB hat dies gemeistert und hat ohne Probleme andere Triebwagen eingesetzt oder sie fuhren statt in Doppel- oder Dreiertraktion nur in Einzeltraktion.

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  5. mr.bombastic
    07.11.10 um 15:27

    Keine Frage,die NordWestBahn ist ein tolles Unternehmen,aber für die Regio S-Bahn Bremen sehe ich schwarz!Ein 440er Triebwagen der NWB kann niemals die Kapazität der 5Dostos pro Zug von DB Regio erreichen.Dann sind die Züge ja nur noch überfüllt.

  6. Ein 440er Triebwagen der NWB kann niemals die Kapazität der 5Dostos pro Zug von DB Regio erreichen.

    Wer sagt, dass immer nur ein Triebwagen eingesetzt wird? Wenn man zwei fünfteilige ET 440 zusammen einsetzt, stehen 600 Sitzplätze zur Verfügung. Mehr haben die vereinzelten Garnituren mit 5 Doppelstockwagen auch nicht.


  7. Signalhorn
    07.11.10 um 16:29

    Hoffentlich haben die bessere Sitze als in den 440ern der DB. Die „Match“-Sitze in den DB-440er sind ein ziemlich hart und die Armlehnen sind auch nicht besonders gelungen.


  8. Signalhorn
    08.11.10 um 17:40

    Ich finde, die Baureihe 440 von der NordWestBahn sieht von außen auch ganz gut aus.

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