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U-Bahn München: Vertrag für neue Züge unterzeichnet

24.11.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

München kriegt neue U-BahnenGestern mittag war es soweit: Die Stadtwerke München (SWM) und die Siemens AG unterzeichneten im Rahmen einer kleinen Feierstunde am U-Bahnhof Marienplatz den Vertrag über die Lieferung von bis zu 67 Triebzügen. Davon werden zunächst 21 verbindlich bestellt, bis 2016 bzw. 2020 gibt es die Option auf jeweils 23 weitere Züge dieser Art. Es handelt sich um die größte Investition in der Geschichte der Münchener U-Bahn.

Herbert König, Verkehrsgeschäftsführer der Stadtwerke München: „Unsere neue U-Bahn übernimmt das Erfolgskonzept der sehr beliebten C-Züge der ersten Generation, wie wir sie seit Anfang dieses Jahrzehnts einsetzen.“ Die Auslieferung der ersten Züge soll 2013 erfolgen. König: „Dann wird unsere U-Bahnflotte noch wesentlich moderner und sie wächst weiter, was dann weitere Fahrplanverdichtungen ermöglichen wird.

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Florian Bieberbach, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke München: „Das Volumen dieser bisher größten Fahrzeugbeschaffung für die Münchner U-Bahn liegt für zunächst 21 neue U Bahnzüge bei rund 185 Millionen Euro; es wird bei Wahrnehmung der Optionen auf bis zu 550 Millionen Euro anwachsen. Dank ihrer Finanzkraft und ihrer Bonität können die SWM solche Investitionen zu günstigen Bedingungen vorfinanzieren. “

Diese Finanzkraft verdanken die Stadtwerke München vor allem ihren Einnahmen aus der Versorgungssparte. Diese wird u.a. durch ihre 25%ige Beteiligung am Atomkraftwerk Isar 2 gesichert. Hier verdient das Unternehmen jedes Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag. Als kommunaler Eigenbetrieb herrscht zudem nicht der Renditedruck, den private Konkurrenten haben.

Die neuen Züge, die die interne Bezeichnung C2.11 erhalten sollen, werden Platz für 940 Menschen bieten. Jeder Zug soll 220 Sitz- und 720 Stehplätze haben. Sie werden eine Höchstgeschwindigkeit von 90km/h erreichen und sämtliche Sitze sollen gepolstert sein. Dazu kommt eine Vorrüstung für fahrerlosen Betrieb. Es ist nicht gesagt, dass sie bis ans Ende ihrer Lebenszeit „von Hand“ gefahren werden müssen.

Bild: Stadtwerke München

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