Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Siemens baut Metro in Rennes

18.11.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Fahrerlose Siemens-Metro für RennesSiemens wurde vom städtischen Verband Rennes Métropole damit beauftragt, eine vollautomatische, fahrerlose Metro-Linie aufzubauen. Der Münchener Konzern ist dabei für die komplette Realisierung allein verantwortlich, von den ersten Planungen bis hin zur Übergabe der schlüsselfertigen Anlage, die im Jahr 2018 erfolgen soll. Das Investitionsvolumen beträgt ungefähr 200 Millionen Euro.

Siemens hatte bereits die erste fahrerlose Linien in Rennes gebaut. Sie wurde 2002 eröffnet. Zum Einsatz werden die gummibereiften Fahrzeuge vom Typ Cityval kommen, die insbesondere auf städtischen Strecken mit relativ kurzen Haltestellenintervallen von Vorteil sind. Für Rennes werden sie als Zweiwagenzug konzipiert. Jeder Wagen ist 11,2 Meter lang und bietet Platz für rund 100 Fahrgäste.

Die Zugdichte kann je nach Fahrgastaufkommen kurzfristig angepasst werden. In der Hauptverkehrszeit ist eine Taktfolge von 2,5 Minuten möglich. Das entspricht einer Kapazität von 4.000 Fahrgästen pro Stunde. Durch die fahrerlosen Züge ist punktgenaues Halten an allen Stationen möglich. Der Fahrplan wird auf ein solides Fundament gestellt.

Bild: Siemens

3 Responses


  1. Geplagter Fahrgast
    18.11.10 um 12:02

    Dieses Modell muss noch viel weiter vorangetrieben werden. Die fahrerloses U-Bahn muss so schnell es geht zur Regel werden. Die Streiks in München haben gezeigt, dass die Krawallorganisation überbezahlter Hilfsarbeiter aus lauter Machtgeilheit ganze Metropolen lahm legen kann und dagegen muss die Allgemeinheit sich wehren.

    Fahrerloses U-Bahnen sind das richtige Mittel dagegen. Da die meisten Fahrer wohl keinen anderen Job finden werden, kann man sie nach nur einem Jahr als 1€-Jobber zurück in die U-Bahn holen um dort Kundenbetreuungsdienste zu machen. Man hätte den selben Service, aber die Allgemeinheit würde Geld sparen und niemand müßte mehr Angst vor Gewerkschafts- und Streikterror haben.


  2. Stefan Hennigfeld
    18.11.10 um 13:14

    Streiks kann es sowohl bei privaten Müllentsorgern als auch bei kommunalen Angestellten geben.

    Natürlich kann auch eine fahrerlose U-Bahn von Streiks lahmgelegt werden, sie wird ja von einer Leitstelle überwacht, auch werden personallose Züge wohl eher die Ausnahme sein.

    Übrigens, aus Fahrgastsicht sollte man sich schon fragen, was besser ist: Ein fahrergesteuerter Zug ohne Aufsichtspersonal oder ein selbst fahrender Zug mit Aufsichtspersonal.

    Die U-Bahn München ist ein kommunaler Eigenbetrieb, die Verluste werden u.a. aus den Einnahmen gedeckt, die die Stadtwerke München aus ihrer Beteiligung am Atomkraftwerk Isar erzielen. SPD und Grüne sind halt nur gegen Atomkraftwerke, wenn sie selbst nicht davon profitieren.

    Trotzdem muß man sich grundsätzlich schon die Frage stellen, ob „Gas-Wasser-Sch… finanziert eigenwirtschaftlichen ÖPNV“-Mauscheleien wirklich besser sind als Wettbewerbsvergabe durch die Kreise und kreisfreien Städte. Zumindest im Busbereich sollte einer Wettbewerbsüberführung nichts im Wege stehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.