Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Siegen kämpft für seinen Fernverkehrszug

13.11.10 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Seit dem letzten Fahrplanwechsel hat Siegen nach acht Jahren Pause wieder einen Fernverkehrszug. Ein Eurocity erreicht Siegen bisher um 21:57 Uhr aus Österreich kommend und verlässt die Stadt morgens um 06:18 Uhr für die Fahrt gen Süden. Zurzeit befindet sich das Zugpaar im Testbetrieb auf dem Streckenabschnitt nördlich von Frankfurt, weswegen die Nutzungszahlen erfasst und analysiert werden. Für eine dauerhafte Durchbindung muss der Zug laut Aussagen der DB eine Auslastung von 100 Reisenden pro Richtung ab Siegen haben.

Da die aktuelle Auslastung bei etwa 40 Reisenden ab/nach Siegen liegt, werden die DB und die Stadt Siegen in den kommenden Wochen, unter anderem auf dem Siegener Weihnachtsmarkt, für den Zug werben und auch Gewinnspiele veranstalten. Hierdurch soll der Zug gesichert werden, da ansonsten in Bälde die Abschaffung droht.

Ein Kommentar

  1. Wenn ein ganzer Zug hier bis Siegen fährt und dort endet, kann der nicht voll sein. das weiß jeder, der etwas von Verkehr versteht. Eine Weiterfahrt bis Dortmund wäre schon sinnvoll.

    Warum wird der IC nicht als RE gefahren? Dann können die freien Platz ausgelastet und der pro Kopf Energieverbrauch gesenkt werden! Durch Zählungen der Regionalfahrgäste könnte ermittelt werden, welcher Betrag vom Besteller des Nahverkehrs für den Fernzug entrichtet werden muss. Solange der Zug eh fährt, kann man hier die Grenzkosten (Fahrgastkilometer) als Berechnungsgrundlage nehmen. Für den Besteller des Nahverkehrs wäre dass dann eine preiswerte Zusatzleistung, da nur reale Personenfahrten bezahlt werden und keine Trassenpreise. Für den Fernverkehr könnte diese zusätzliche Einnahme das Erreichen der Wirtschaftlichkeit bedeuten.
    Die strickte Trennung von Nah- und Fernverkehr sollte gerade bei Tagesrandfahrten und Zugfahrten mit geringer Auslastung aufgehoben werden. Letztere gibt es oft bei den letzten Halten vor dem Fahrtziel oder wenn ein Zug nur so lang ist, um den Umlauf der Wagen sicherzustellen.

    Ich bin schon öfters mit ICE gefahren, die relativ leer nachts noch von Köln und Wuppertal bis Dortmund fahren. Die Zahl der Regionalfahrgäste ist dann nicht mehr groß, aber gerade bei Kulturveranstaltungen oder Familienbesuchen könnte die Führung dieser ICE als Regionalexpress die Attraktivität der Schiene deutlich anheben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.