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Schlotmann fordert Ertüchtigung zwischen Lübeck und Stralsund

12.11.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) fordert trotz nicht ausreichend hohem Kosten-Nutzen-Koeffizienten von der Bundesregierung die Ertüchtigung der Bahnstrecek zwischen Lübeck und Stralsund auf eine durchgehende Höchstgeschwindigkeit von 160km/h. Diese Maßnahme ist Nummer Eins in der Liste der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit und seit den frühen 90er Jahren geplant.

Schlotmann: „Die Liste ist kein Wunschzettel, sondern ein wichtiger Beitrag zur deutschen Einheit.“ Der Minister wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass alle anderen VDE-Projekte bereits entweder fertiggestellt oder kurz vor der Verkehrsübergabe stehen. Die Neubewertung durch die Bundesregierung „kann nicht das letzte Wort zu dem Thema gewesen sein.“

„Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wird die Fertigstellung für das Jahr 2017 angekündigt. Und jetzt wird das Projekt nach jahrelanger Verzögerung vollends auf die lange Bank geschoben. Vernünftige und zuverlässige Verkehrspolitik sieht anders aus.“

Allerdings begrüßt Schlotmann die Planungen, die Strecke zunächst zwischen Lübeck und Bad Kleinen auszubauen. „Dann können endlich durchgehende Züge zwischen Schwerin und Lübeck fahren. Auch ein ICE-Halt wäre möglich.“ Nichtsdestotrotz könne das lediglich ein Anfang sein.

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