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Neues Fahrgastrechte-Formular zum Fahrplanwechsel

26.11.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Anderthalb Jahre Jahr nach der Einführung von Entschädigungsregeln im Verspätungsfall kommt zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember ein neues Formular für betroffene Kunden. Damit soll der Weg zu Fahrpreisminderungen noch einfacher werden. So soll es z.B. auf die Größe DIN A 4 verkleinert werden und Daten zur genutzten Fahrkarte oder weitere Angaben sind nicht mehr erforderlich – sie ergeben sich ohnehin aus den eingesandten Unterlagen.

Ulrich Homburg. Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn: „Das neue Formular ist ein weiterer Schritt zu mehr Kundenfreundlichkeit und vereinfacht nachhaltig die Abwicklung der Fahrgastrechte.“ Es wurde gemeinsam von Deutscher Bahn und Privatbahnen unter Mitwirkung von VDV, VCD und Pro Bahn ausgearbeitet.

Hans Leister, Geschäftsführer bei Keolis, Muttergesellschaft der Eurobahn: „Wie bisher kann man mit einem Formular die Ansprüche für die gesamte Reise, gleich mit welchem Verkehrsunternehmen Teilstrecken zurückgelegt wurden, geltend machen. Das ist wichtig, da sich der Reisende so nicht darum kümmern muss, welche Bahnen beteiligt waren und wie diese mit den Ansprüchen untereinander umgehen.“

4 Responses

  1. „…weitere Angaben sind nicht mehr erforderlich – sie ergeben sich ohnehin aus den eingesandten Unterlagen.“

    Und wie ergeben sich diese Angaben bei den Bahncard 100 Kunden?
    Diese können nur eine Kopie der BahnCard beilegen, weil keine Fahrkarte erworben wird.

  2. Pingback: Bahn stellt neues Beschwerdeformular vor – Spiegel Online | Hasen Chat Wirtschaft

  3. Bereits jetzt müssen Bahncard 100-Kunden nur ihre Bahncard in Kopie beilegen und müssen dies auch.

    Jetzt sind nur auch Informationen zum Fahrschein einzutragen und vor allem, was man als Entschädigung haben möchte. Dies ergibt sich ja bereits aus dem Reiseverlauf bzw. den beigefügten Belegen, dies ist also alles redundant.

    Bei dem Reiseverlauf wurde bisher Startort und -zeit, Zielort und -zeit (planmäßig) abgefragt, sowie der Zug, der zur Verspätung/Anschlussverlust beigetragen hat, der letzte genutzte Zug und die tatsächliche Ankunftszeit am Zielbahnhof.

    Eigentlich sollte es hier auch reichen, den geplanten Reiseverlauf anzugeben und den letzten genutzten Zug *oder* die tatsächliche Ankunftszeit. Alles andere ergibt sich aus den gespeicherten Ist-Daten.

    Das jetzige Formular lässt sich übrigens dort abrufen, in der interaktiven Version:
    https://www.bahn.de/wmedia/view/mdb/media/intern/fahrgastrechte/fahrgastrechte-formular.shtml

  4. Ergänzung:
    Dort gibt es auch das Papierformular zum Anschauen:
    http://www.fahrgastrechte.info/Fahrgastrechteformular.18.0.html

    Komplett wegfallen kann wie gesagt Schritt 1 und Schritt 2, statt Schritt 1 einfach der Hinweise „ggf. Belege beifügen“, statt Schritt 2 ist noch notwendig zu erhalten „die Fahrkarten befinden sich in dem Formular mit er Nummer…“.

    Schritt 3 ist gut so, unter Schritt 4 ist alles außer Punkt 23 und 24 überflüssig, weil es sich aus den gespeicherten Daten ergibt.

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