Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Fahrplanwechsel in Sachsen-Anhalt

26.11.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 ergeben sich einige Änderungen im Schienenpersonennahverkehr von Sachsen-Anhalt. Neben einigen Verbesserungen im Angebot, gibt die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) auch Verschlechterungen im Angebot bekannt. Eine Strecke wird sogar nicht weiter bedient, eine weitere leidet unter Schäden an der Infrastruktur.

Zwischen den Städten Berlin und Magdeburg wird ein neues Expresszugpaar eingeführt, dass die Deutsche Bahn eigenwirtschaftlich als Nahverkehrszug der Zuggattung InterRegioExpress betreibt. Der Zug startet morgens in Magdeburg ohne weiteren Halt nach Berlin und fährt nachmittags wieder ohne Halt zwischen Berlin und Magdeburg zurück. Die Fahrten sind mit 85 Minuten Fahrzeit jeweils 15 Minuten schneller am Ziel als die heutigen Fahrten des RegionalExpress.

Für Berufspendler werden am Nachmittag neue Fahrmöglichkeiten zwischen Magdeburg und Uelzen über Stendal und Salzwedel, sowie zwischen Magdeburg und Erfurt über Sangerhausen geschaffen. Zusätzlich wird auf Wunsch von Pendlern eine neue Spätverbindung zwischen Magdeburg und Stendal geschaffen, mit Abfahrt in Magdeburg um 22:30 Uhr. Zwischen Magdeburg und Vienenburg sollen künftig über Halberstadt und Wernigerode mehr Verbindungen realisiert werden.

Die schlecht nachgefragte Strecke zwischen Teuchern und Naumburg Ost wird nicht mehr weiter bedient. Im Gegenzug soll das parallele Busangebot aufgewertet werden. Auf der Linie Leipzig – Zeitz – Gera wird ein neues Konzept umgesetzt. In Zukunft soll es auf der Linie einen merkbaren Stundentakt mit verbesserten Anschlüssen in Leipzig Hbf geben. Der Halt in Profen wird nun stündlich bedient und die Halte in Haynsburg, Reuden und Bornitz entfallen, wegen schlechter Nachfrage. Diese Verschlechterung soll durch ein besseres Busangebot aufgefangen werden.

Durch Sanierungen können die Züge auf der Strecke Calbe – Bernburg 6 Minuten schneller verkehren, dadurch kann in Bernburg ein Anschluss zu den Zügen nach Köthen/Dessau realisiert werden. Von Bernburg wird abends eine zusätzliche Verbindung nach Magdeburg über Calbe eingerichtet.

Aufgrund von Streckenmängeln bekommen die Züge auf der stillegungsgefährdeten Verbindung zwischen Magdeburg und Loburg eine 13 Minuten längere Fahrzeit. Einige Fahrten müssen mit Bussen erbracht werden.

Nach Abschluss der Bauarbeiten am Knoten Dessau können wieder fast alle Züge bis Dessau fahren, die Fahrzeit auf der Relation zwischen Roßlau und Dessau verkürzt sich um 3 Minuten.

Die Züge der BurgenlandBahn fahren nun täglich im Stundentakt nach Wangen. Der Geiseltalsee an der Strecke Merseburg – Mücheln wird künftig auch am Wochenende stündlich bedient.

5 Responses

  1. Pingback: Fahrplanwechsel in Sachsen-Anhalt – Eisenbahnjournal Zughalt.de | Chatten Sachsen Anhalt


  2. Christer Wegmann
    27.11.10 um 18:51

    Es ist ein falche weg mit reducierte linien oder ganz einstellen z.b Teuchern nach Naumburg Ost. Die beste für alle reisenden ist ein 30 minuten takt zwichen 6Uhr und 18Uhr und übrigen zeit en stunden takt. Auserdem höherer geschwindigkeit und halbes preis dann kommen die reisenden.

    Beste Grüsse
    Christer Wegmann


  3. Jürgen E.
    27.11.10 um 19:35

    @ Christer Wegmann

    Wenn ich das in dem Artikel richtig verstanden habe, ist die Strecke Teuchern – Naumburg nicht stark nachgefragt. In der Tat besteht auch bisher ein sehr dürftiges Angebot an umsteigefreien Verbindungen (Fünf Verbindungen pro Werktag). Theoretisch könnte ein verbessertes Angebot die Attraktivität steigern. Ob dies aber auf dieser knapp 22 Km langen Relation, für die eine Fahrtzeit von 27 Minuten zu Grunde gelegt wird, und die lediglich vier Zwischenhalte bedient, tatsächlich der Fall sein könnte, glaube ich kaum. Da vertraue ich dem Besteller, der diese Linie bezahlen muss.

    Es ist auch fraglich, ob auf dieser Strecke eine höhere Geschwindigkeit gefahren werden kann.

    Der Fahrpreis ist Verbundtarif, wenn ich mich nicht irre.

  4. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 gab es auf der Strecke einen täglichen Zweistundentakt. Aufgrund mangelnder Nachfrage hat man das Angebot auf die heute montags bis freitags verkehrenden Schülerzüge zusammengestrichen.


  5. Jürgen E.
    27.11.10 um 21:20

    @ Sven Steinke

    Also eine durchaus nachvollziehbare Maßnahme.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.