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Stuttgart 21: Baustopp vereinbart

07.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Projektverantwortlichen für Stuttgart 21 haben einem Baustopp für die Dauer möglicher Gespräche zugestimmt. Zuvor hatte der als Mediator eingeschaltete Heiner Geißler gefordert, es müsse eine Art Friedenspflicht, analog zu Tarifverhandlungen, eingeführt werden. Für eine begrenzte Zeit solle daher weder weiter gebaut noch demonstriert werden.

In diesem Zusammenhang stellt sich jedoch die Frage nach einer ernsthaften Kompromissmöglichkeit, letzlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Stuttgart 21 kommt oder nicht. Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sprach zwar schon von zu schaffenden Grünflächen auf frei werdendem Bahnareal, jedoch würde es in einem solchen Fall definitiv beim Tunnelbahnhof bleiben. Daher ist in dieser Sache die Entwicklung in nächster Zeit zunächst abzuwarten. Fraglich ist auch, was nach den Landtagswahlen am 27. März stattfindet. Demoskopen gehen derzeit von einer grün-roten Mehrheit aus, so dass Stuttgart 21 im Frühjahr ohnehin abgesagt werden könnte.

Ein Kommentar


  1. Jürgen E.
    07.10.10 um 18:58

    Das ein Baustopp und ein Stopp der Demonstrationen während der Tätigkeit von Heiner Geißler gilt, war vorherzusehen. Anders hätte er diesen Auftrag nicht angenommen.

    Es werden viele Fragen zu klären sein, vor allem rechtliche. Ein politischer Askpekt muss aber auch berücksichtigt werden:

    Sind in Zukunft noch große Infrastrukturprojekte möglich, wenn S21 komplett gekippt wird?

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