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München: Fast Normalbetrieb trotz GDL-Streik

21.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Stell Dir vor, es ist Streik und keiner geht hin. So in etwa sieht es momentan in München aus, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft ihre Mitglieder weiterhin dazu auf, den kommunalen ÖPNV in der bajuwarischen Landeshaupstadt zu bestreiken – am gestrigen Mittwoch ist jedoch lediglich eine einzige U-Bahn ausgefallen. In anderen bayrischen Städten wurden Streiks von Gerichten wegen Rechtswidrigkeit bereits verboten.

Dennoch appelliert MVG-Chef Herbert König an sein in der GDL organisiertes Fahrpersonal: „Trotz allem Ärger und trotz allen Einschränkungen für die Kunden: Niemand hat in den letzten Wochen gesagt: Erhöht die Fahrpreise zusätzlich, damit die finanziellen Mehrforderungen der GDL erfüllt werden können. Diese Forderungen sind und bleiben unrealistisch, weil sie niemand bezahlen wird.“

Im Busbereich wird der Streik größtenteils durch den Einsatz von Subunternehmen aufgefangen. Die GDL fordert bessere Arbeitsbedingungen ausschließlich für die MVG-eigenen Fahrpersonale, nicht aber für die Fahrer anderer Busunternehmen, auch nicht solcher, die für die MVG im Linienbetrieb tätig sind.

Ein Kommentar

  1. Sollte es nicht heissen Richter unterwandern das Streikrecht und führen wieder die Sklaverei ein? 1-2% höhere Fahrpreise sind sehr einfach durchzusetzen, die nächste Fahrpreiserhöhung geht dan halt an das Fahrpersonal, statt an die Chefs. Umgekehrt könnte man einfach ein wenig in den Plüschetagen sparen, mit dem eingesparten könnte man damit die Arbeitsbedingnen des Fahrpersonals verbessern.

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