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Locomore Fernzug soll Mitte 2011 starten

03.10.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Für Mitte 2011 kündigt Locomore Rail den Start eines Fernverkehrsangebotes zwischen Hamburg und Köln an. Bereits vor einem Jahr sollte das Fernzugangebot in Betrieb gehen doch damals gab es Probleme, da es Trassenkonflikte mit dem geplanten Fernzugangebot von Keolis gab, welches dann doch nicht realisiert wurde. Jetzt konnte man sich die Trassen bis 2015 sichern. 

Als Betreibergesellschaft fungiert die Hamburg-Köln-Express GmbH mit den Gesellschaftern Locomore Rail und dem US-Investor Railroad Development Corporation (RDC). Zwischen Hamburg und Köln möchte die Gesellschaft ab Mitte 2011 drei Zugpaare anbieten mit den Zwischenhalten Sagehorn bei Bremen, Osnabrück, Münster, Gelsenkirchen, Duisburg und Düsseldorf. Zum Einsatz kommen dabei alte IC-Triebzüge der Baureihe 4010 die von der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) übernommen wurden. Sie erhalten vor dem Einsatz noch ein Redesign im Schienenfahrzeugwerk Delitzsch.

5 Responses


  1. Andreas Möller
    04.10.10 um 15:09

    Es ist sicherlich sehr lobenswert, daß so langsam der Wettbewerb im Fernverkehr in Fahrt kommt. Auch muß man positiv hervorheben, daß es von Osnabrück nach Gelsenkirchen wieder täglich direkte Verbindungen gibt. Was allerdings verbesserungsbedürftig ist, wäre, auch solche Städte bzw. Mittelzentren wieder an den Fernverkehr anzubinden, die vor einigen Jahren ihre Interregio-Anbindungen verloren hatten. So könnte doch Locomore Rail etwa zwischen Köln und Düsseldorf den Köln-Hamburg-Expreß (KHX) über Neuss leiten und auch dort halten lassen. So erhielte Neuss nicht nur an Wochenenden Fernverkehrsanbindungen wie etwa beim ICE von Berlin nach Mönchengladbach. Vielleicht sollte Locomore Rail auch mal darüber nachdenken, ab übernächstem Fahrplanwechsel (Dezember 2011) Fernzüge nicht nur nach Hamburg, sondern auch nach Bremerhaven fahren zu lassen; diese Stadt ist ja heute leider nur noch mit Regionalzügen erreichbar. Kurzum: Nicht nur Rosinenpickerei betreiben, sondern auch – notfalls mit Hilfe von staatlichen Zuschüssen – Hauptstrecken abseits der Hauptverkehrsadern mit interregionalen Fernzügen bedienen.


  2. Jürgen E.
    04.10.10 um 17:15

    @ Andreas Möller

    So könnte doch Locomore Rail etwa zwischen Köln und Düsseldorf den Köln-Hamburg-Expreß (KHX) über Neuss leiten und auch dort halten lassen.

    Ich vermute da Trassenkonflikte, außerdem ist der direkte Weg von Köln nach Düsseldorf schneller. Und von Neuss nach Düsseldorf Hbf ist man mit vielen Linien in wenigen Minuten.

    Lokomore hält ja auch nicht in Bremen, sondern in Sagehorn, einem kleinen Nest südlich von Bremen.
    Größere Kartenansicht

    Es wird ein Wunschtraum bleiben, dass irgendein EVU eigenwirtschaftlichen Fernverkehr von und nach Bremerhaven anbieten wird. Wenn der „Weiße Riese“ (DB Fernverkehr) es nicht tut, warum sollte jemand anders dort Verluste einfahren.

  3. Das teure an der Bahn ist die Infrastruktur. Solange diese nicht billiger wird kann die Eisenbahn nicht rentieren.


  4. Nightwish
    13.10.10 um 07:53

    Guten Morgen zusammen,

    wo hält denn dieser Zug überhaupt, ist das so wie bei den Billigfliegern die Sagen sie Fliegen nach Frankfurt und man geht dann irgendwo im Hunsrück runter? Oder ist dieses Pseudo-Bremen nur eine Ausnahme? Und gibt es schon Fahrzeiten für die Züge und oder Preise?

  5. Der Fernzug soll in Hamburg Hbf, Sagehorn bei Bremen, Osnabrück Hbf, Münster Hbf, Gelsenkirchen Hbf, Duisburg Hbf, Düsseldorf Hbf und Köln Hbf halten. Bis auf den Halt in Sagehorn befinden sich alle Bahnhöfe in den Städten. Der Verzicht auf den Halt in Bremen Hbf hat keine finanziellen, sondern zeitliche Gründe. Die 150Km/h schnellen Triebzüge können die Fahrzeiten der 200Km/h schnellen InterCitys einfach nicht halten.

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