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Farbschmierer in Dortmund störten Bahnverkehr

19.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Beamte von Bundes- und Landespolizei haben am vergangenen Sonntags (17. Oktober) nachmittags drei Jugendliche im Alter von 15, 16 und 17 Jahren an den Bahngleisen unterhalb der Rheinischen Straße vorläufig festgenommen. Mindestens einer von ihnen war in Besitz einer Farbsprühdose. Ein Passant hatte das Trio beim Betreten der Bahngleise beobachtet und unverzüglich die Polizei verständigt.

Zum Schutz der Jugendlichen und der ermittelnden Polizeibeamten wurden die Bahngleise im Vorfeld des Dortmunder Hauptbahnhofes vorübergehend für den Zugverkehr gesperrt. Unmittelbar darauf konnten die Tatverdächtigen noch während der Tatausführung unterhalb der Brücke Rheinische Straße gefasst werden. Es wurde eine drei Quadratmeter große Fläche besprüht, der entstandene Sachschaden ist mit 180 Euro beziffert worden. Nach 41 Minuten konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden, 14 Züge erhielten insgesamt 130 Minuten Verspätung.

Die drei Dortmunder sind bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, der älteste von ihnen sogar wegen räuberischen Diebstahls. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Die Eltern wurden telefonisch über die Vorkommnisse unterrichtet. Es wird geprüft, ob die drei bei weiteren Fällen von Sachbeschädigung als Tatverdächtige in Frage kommen.

Bereits am vergangenen Freitag wurden zwei Zugeinheiten auf einer Fläche von 96 Quadratmeter besprüht. Der Schaden in diesem Fall wird auf etwa 5.500 Euro beziffert. Auch hierzu dauern die Ermittlungen an. Ob es einen Zusammenhang mit dem Fall am Sonntag gibt, ist nicht bekannt.

Ein Kommentar

  1. Und ich dachte immer, der Vandalismus wird nur nachts gepflegt.

    180 Flocken scheint mir recht günstig zu sein. Aber vielleicht können noch ein paar Reisende Schadensersatz geltend machen, oder die DB und die Polizei Kosten für Ausfälle und den Einsatz.

    Wenn schon Familie und Staat es nicht schaffen, die 3 zur Raison zu bringen, sollte man ihnen wenigstens das anscheinend zu üppige Geld aus der Tasche ziehen.

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