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BEG: Stationen werden durch verbessertes Angebot besser angenommen

26.10.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Mit Inbetriebnahme des zuvor ausgeschriebenen Fugger-Express zwischen München und Augsburg  können seit Ende 2008 die Stationen Althegnenberg, Haspelmoor und Mammendorf besser bedient werden. Zuvor hielten hier nur vereinzelte Züge. Seitdem werden die drei Halte im Berufsverkehr stündlich und ansonsten im Zweistundentakt angefahren. Durch die bessere Anbindung erfreuen sich die Stationen an einem großen Fahrgastzuwachs.

Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) berichtet, war in Althegnenberg bereits im Jahr 2008 eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen auf mehr als 300 Fahrgäste täglich festzustellen. Die beiden anderen Stationen weisen gegenüber 2007 auch eine größere Zahl an Zu- und Aussteigern als vorher auf. In den Gemeinden ist derweil eine Steigerung der Immobiliennachfrage festzustellen. Dies zeigt, dass ein gutes Nahverkehrsangebot für einige Menschen ein durchaus ausschlaggebendes Argument für ihre Wohnortwahl darstellt.

Trotz der Erfolge ist die BEG mit der aktuellen Situation auf dem Fugger-Express immer noch nicht zufrieden. DB Regio hat schon seit der Betriebsaufnahme mit den sehr störanfälligen Triebzügen des Herstellers ALSTOM zu kämpfen. Zuerst verzögerte sich die Zulassung, wodurch ein Ersatzkonzept mit veraltetem Wagenmaterial bereitgestellt werden musste. Anschließend dauerte es fast ein Jahr, bis überhaupt eine ausreichende Zahl von Triebzügen ausgeliefert wurde, damit das komplette Netz bedient werden kann. Nun, fast zwei Jahre nach der eigentlich geplanten Inbetriebnahme des Vergabenetzes, laufen die Fahrzeuge immer noch nicht mit der vorgeschriebenen Pünktlichkeitsquote und teilweise mit zu geringen Kapazitäten, weil die Fahrzeuge defekt in den Werkstätten stehen.

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