Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Bayern: GDL-Streik teilweise rechtswidrig

01.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Das Arbeitsgericht Nürnberg hat der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und dem Deutschen Beamtenbund Tarifunion untersagt, bis einschließlich 14. Oktober weiterhin zum Streik aufzurufen. Ab kommenden Samstag wird in Nürnberg daher wieder nach Jahresfahrplan gefahren. Anders als in München, für den dortigen Streik hat die einstweilige Verfügung keine juristische Wirkung.

Die Münchener Verkehrsgesellschaft spricht jedoch von einer „bayernweiten Signalwirkung“ und wirft den Arbeitnehmervertretern vor, sich maßlos zu überschätzen. Hintergrund ist, dass maßgebliche Forderungen der GDL für die VAG Nürnberg bereits tarifvertraglich geregelt sind. Da der Tarifvertrag nicht gekündigt wurde, gelte dort – so das Arbeitsgericht – weiterhin Friedenspflicht.

Das sieht in München jedoch anders aus. Dort wurden die GDL-Forderungen bereits vor Jahren mit hohen Geldbeträgen an das Fahrpersonal abgelöst. Allerdings verpuffen die Arbeitsniederlegungen in München auch weitgehend wirkungslos. Lediglich am Samstag, den 25. September, als sich Oktoberfest und Heimspiel des FC Bayern überschnitten, kam es auf einzelnen Linien kurzfristig zu Verspätungen von bis zu zehn Minuten.

3 Responses

  1. Gab es das nicht schon? Die GDL hat mit der VAG noch keinen Tarifvertrag abgeschlossen, somit darf die GDL und ihre Mitglieder Streiken. Oder möchten die Herren Richter mit dem ÖV zum Oktoberfest?

  2. Pingback: Bayern: GDL-Streik teilweise rechtswidrig – Eisenbahnjournal Zughalt.de (Blog) | Chatten Nürnberg


  3. Geplagter Fahrgast
    03.10.10 um 15:08

    Wenn der Streik rechtswidrig ist, dann muss der Arbeitgeber jetzt mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen vorgehen. Abmahnung und Kündigung sind das einzig wirksame Mittel, dem Gewerkschaftsterror Einhalt zu gebieten. Außerdem muss man in Nürnberg die Entwicklung der fahrerloses U-Bahn weiter vorantreiben, damit man nicht länger von überheblichen Hilfsarbeitern abhängig ist.

    Und dann wird es endlich Zeit, möglichst viele Tätigkeiten von Ein Euro Kräften ausführen zu lassen. Wenn die VAG die Leute entlässt, dann stehen sie schon nach einem Jahr als Langzeitarbeitslose wieder zur Verfügung. Also, es wird Zeit, sich zu wehren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.