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Arriva Deutschland: Betriebsrat will Mitspracherecht beim Verkauf

07.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Nach der Übernahme der Arriva plc. durch die Deutsche Bahn AG stehen die Deutschland-Aktivitäten des einstmals britischen Verkehrskonzerns vor dem Verkauf. Die Deutsche Bahn muss sich als Marktführer vom Deutschlandgeschäft trennen, um die Monopolstellung auf dem Heimatmarkt nicht noch stärker anwachsen zu lassen. Der Betriebsrat fordert ein Mitspracherecht – doch da ist die Unternehmensleitung ganz anderer Meinung.

Einem Bericht der Märkischen Allgemeinen zufolge soll Deutschland-Chef Frank Engler gesagt haben, der Verkauf sei keine öffentliche Ausschreibung und wolle diese Entscheidung nicht mit den Arbeitnehmervertretern diskutieren. Nach zwei informellen Interessenbekundungen sollen noch im Oktober offizielle Angebote gemacht werden.

Keolis hat offiziell mitgeteilt, dass das Unternehmen Interesse hat. Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz der französischen Staatsbahn SNCF und betreibt z.B. in Deutschland die Eurobahn. Auch Veolia soll interessiert sein, größter Einzelaktionär ist indirekt der französische Staat, ebenso wie Abellio, die Auslandstochter der niederländischen Staatsbahn. Gerüchten zufolge soll auch die dänische Staatsbahn gemeinsam mit einem Kapitalinvestor die Finger nach Arriva ausgestreckt haben.

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