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150.000 Menschen demonstrieren gegen Stuttgart 21

09.10.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Heute nachmittag gingen in Stuttgart nach Angaben der Veranstalter rund 150.000 Menschen auf die Straße um für den Erhalt ihres Sackbahnhofes und den Schlossgarten zu demonstrieren. Die Polizei sprach von 55.000 Teilnehmern. Unter dem Motto Baustopp sofort, dann Gespräche zeigten sie sich mit Stefan Mappus‘ Forderung, man solle die Demonstrationen unterlassen, während die Abrissarbeiten fortgesetzt werden, nicht einverstanden.

Demonstranten hingen heute sogar ein Plakat an den Stuttgarter Fernsehturm.  Und schon am kommenden Montag wird es mit der 47. Montagsdemonstration weitergehen, die zum zweiten Mal im mittleren Schlossgarten geplant ist.

9 Responses

  1. Pingback: 18 000 Demonstranten gegen Stuttgart 21 - Seite 66 - DIGITAL FERNSEHEN - Forum


  2. Anna Scheufele
    10.10.10 um 00:23

    Bitte, es heißt Kopfbahnhof.

    Die zigtausend Demonstranten haben auch nicht nur für den Erhalt von irgendwas demonstriert, sondern für eine leistungsfähige Lösung sowohl für den ÖPNV, Schienen-Regionalverkehr und den Güterverkehr. S21 würde dies alles trotz Milliardenaufwands verschlechtern.

    Natürlich geht es auch um einen denkmalgeschützten Bahnhof und uralte Bäume, die zu opfern wir für ein Wahnsinnsprojekt nicht bereit sind.

  3. Ministerpräsident Stefan Mappus nannte die Auseinandersetzung um das Bauprojekt einen Richtungsentscheid für Deutschland. „Es geht um die Frage: Kann ich in Deutschland auf Basis von Rechtssicherheit und Vertragstreue noch Projekte angehen“, sagte er. Zugleich bot Mappus den Bürgern in einem offenen Brief weitere Informations- und Gesprächsforen – eine „Dialogagenda Stuttgart 21“ – an. Für mich stellt sich nach wie vor die Frage, warum lässt die Regierung nicht das Volk über Stuttgart 21 abstimmen?????????


  4. Stefan Hennigfeld
    10.10.10 um 09:06

    Was die Regierung im Zweifel von bestehenden Verträgen hält, hat sie ja beim Atomausstieg gezeigt, oder?


  5. nevermore
    10.10.10 um 09:09

    Hätte man von Anfang an die Tatsachen auf den Tisch gelegt, dann bräuchte man jetzt nicht zu jammern, dass der Protest in letzter Minute kommt.

    Die Protestierenden für das Ergebnis der eigenen Fehler verantwortlich zu machen, ja, ihnen noch mangelndes Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis vorzuwerfen, nachdem man jahrelang falsche Sachverhalte vorgegaukelt hat, ist mehr als lächerlich.


  6. Buchhalter
    10.10.10 um 22:51

    Eine kleine Ergänzung:
    Die 55000 Teilnehmer wurden alleine für den Demonstrationszug gemeldet. Dazu noch 750 Radfahrer.

    Für die anschliessende Kundgebung im Mittleren Schlossgarten meldete die Polizei sogar 63000 Teilnehmer.


  7. Stefan Hennigfeld
    10.10.10 um 22:53

    Da die Zählungen der Polizei politisch sind, muß man davon ausgehen, daß die Realität zwei bis drei mal so hoch ist. Unvergessen auch, als sich nachts tausende Menschen vor dem Bonatzbau versammelten, stundenlang vor ihrem Hauptbahnhof ausharrten und die Polizei die Teilnehmerzahl mit 130 angab …

  8. So, so … Die CDU pocht auf Verträge und Verlässlichkeit … Wie war das doch nochmal mit dem Ausstieg aus dem Atomausstieg ? Wie ist das nochmal mit Steuergesetzen, die rückwirkend gelten ? Dieses Heuchlerpack sorgt bei mir für starken Brechreiz

  9. Pingback: El Ciudadano » Las lecciones de la protesta ciudadana de Stuttgart

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