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ZGB kündigt Ausschreibung „Elektro-Netz Niedersachsen-Ost“ an

29.09.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) hat im europäischen Amtsblatt die Ausschreibung des „Elektro-Netz Niedersachsen-Ost“ angekündigt. An der Ausschreibung sind neben dem ZGB auch die LNVG und die Region Hannover beteiligt. Das Netz, das im Dezember 2014 in Betrieb gehen soll, umfasst drei bzw. vier Linien mit bis zu drei Millionen Zugkilometern pro Jahr. Mit dieser Ankündigung kann die Ausschreibung des Netzes in einem Jahr erfolgen.

Das Netz umfasst die Linien:

  • Hildesheim – Braunschweig
  • Braunschweig – Wolfsburg
  • Hannover – Gifhorn – Wolfsburg
  • Braunschweig – Helmstedt (unter Vorbehalt)

Mit dieser Ausschreibung wird der ZGB zum ersten Mal Zugleistungen im SPNV auf seinem Gebiet federführend im Wettbewerb vergeben.

4 Responses

  1. Ganz zum ersten Mal vergibt der ZGB hier aber nicht Zugleistungen im Wettbewerb. Bereits im Jahre 2003 (Betriebsaufnahme Dez. 2004) wurde das „Harz-Weser-Netz“ ausgeschrieben, das ja bereits erneut zur Vergabe ab 2014 ansteht.


  2. Stefan Hennigfeld
    29.09.10 um 17:49

    Am Harz-Weser-Netz war der ZGB aber nur als „Außenastbetreiber“ beteiligt, hier geht es ja um eine federführende Wettbewerbsvergabe.

    Natürlich hat der ZGB es als kleiner Aufgabenträger mit großen Nachbarn schwer, eigene Akzente zu setzen. Ein VRR etwa hätte ganz andere Möglichkeiten, Wettbewerb auf der Schiene zu etablieren und der VBB macht es mit seiner großen Ausschreibung gerade vor. Dort kriegt man demnächst mehr und bessere Leistungen für weniger Geld.

    Daß aber auch kleine Aufgabenträger erfolgreiche Wettbewerbsarbeit leisten können, zeigt ich Nordrhein-Westfalen z.B. der ZVM (Zweckverband SPNV Münsterland), der einen Großteil seiner Leistungen bereits im Wettbewerb vergeben hat – während in und um Braunschweig nach wie vor Direktvergaben die Regel sind, mit entsprechend schlechten Auswirkungen auf die Stellung der Eisenbahn im Wettbewerb der Verkehrsträger.

  3. Das „Harz-Weser-Netz“ wurde nicht per Ausschreibung vergeben, sondern als Direktvergabe. Außerdem sind ihre Jahreszahlen falsch, der große Fahrplanwechsel und der komplette Einsatz der VT 648 waren erst im Dezember 2005. http://www.lnvg.niedersachsen.de/download/pi/2005-09-01.pdf

    Falls sie gleich noch die Netze „Nordharz“ oder „Altmark-Börde-Anhalt“, mit wenigen Bahnhöfen im Grenzgebiet des ZGB, anprangern verweise ich sie auf das von mir verwendete Wort „federführend“.


  4. Niklas Luerßen
    29.09.10 um 18:57

    Elektro-Netz? Braunschweig – Wolfsburg? Da fahren doch aktuell Dieseltriebwagen der Elbe-Saale-Bahn, teils durchgebunden nach Stendal,..
    Soll die Linie dann generell in Wolfsburg gebrochen werden?

    Ist in Hildesheim – Braunschweig schon die anvisierte Zweigleisigkeit und danach der von der LNVG gewünschte Stundentakt enthalten oder wird auf dem Niveau der derzeitigen Bedienung ausgeschrieben (ab Dezember ja erstmal leider nur noch 6 Zugpaare)?

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