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Wie lange lässt die Rennsteiganbindung noch auf sich warten?

05.09.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Schon seit April sollte die Erfurter Bahn eigentlich am Wochenende von ihrem bisherigen Endpunkt in Ilmenau weiter zum Bahnhof Rennsteig fahren. Die politischen Weichen wurden auch dafür gestellt nur harkt es jetzt an den Fahrzeugen. Die bewährten Fahrzeuge der Erfurter Bahn brauchen nämlich für den Anstieg zum Rennsteig eine Steilstreckenzulassung, die sie bisher nicht vorweisen können.

Ähnliche Probleme hat auch die Rhenus Veniro, ein Tochterunternehmen der Rethmann Gruppe, auf der Strecke zwischen Boppard und Emmelshausen. Sie sollte eigentlich zum Dezember 2009 für 20 Jahre den Betrieb auf der Nebenbahn übernehmen. Daraus wurde aber nichts, aktuell wird dort DB Regio zur Erbringung der Leistungen weiter beauftragt. Denn auch hier sollten wie bei der Erfurter Bahn Fahrzeuge vom Typ RegioShuttle verkehren. Nur bisher fehlt der Baureihe die dazu nötige Steilstreckenzulassung. Der Zulassungsprozess zusammen mit dem Eisenbahnbundesamt ist immer noch im vollen Gange. Noch in diesem Monat sollen erste Testfahrten stattfinden.

Der Streckenbetreiber Rennsteigbahn GmbH strebt an ab dem Fahrplanwechsel im Dezember sein Konzept umsetzen zu können, damit Wanderer, Radfahrer und Skifahrer umsteigefrei zum Bahnhof Rennsteig kommen. Wenn die Zulassung bis dahin nicht vorliegt möchte die Rennsteigbahn GmbH versuchen einen Ersatzverkehr zwischen Ilmenau und Rennsteig mit eigenen Fahrzeugen einzurichten, was einen Umstieg in Ilmenau und einen erhöhten Aufwand im Bahnbetrieb bedeutet, da Ilmenau nur noch über einen Bahnsteig verfügt.

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