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Stuttgart 21: Polizei räumt besetzten Baum

07.09.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Seit einigen Tagen ist ein Baum im Stuttgarter Schlosspark von Mitgliedern der Umweltschutzgruppe Robin Wood besetzt. In der Nacht auf den 7. September rückte nun ein Sondereinsatzkommando an, das die Umweltschützer geräumt hat. Robin Wood sprach in ersten Reaktionen auf Twitter von einer „durchschaubaren Eskalationsstrategie“ der Polizei.

8 Responses


  1. Karl-Heinz Schubert
    07.09.10 um 11:04

    Die Projektbetreiber scheinen rasend vor Wut darüber zu sein, dass der Widerstand nicht nachlässt und begehen in dieser Wut imer häufiger und immer folgenreichere Fehler. Jetzt kommt es für uns Gegner darauf an, uns nicht zu Gewalt provozieren zu lassen und konsequent, wie bisher ruhig und qualifiziert weiter zu argumentieren. Vor allem aber wäre es wichtig dass noch weit mehr Mitbürger für diesen friedlichen und gewaltfreien Protest gewonnen gewonnen werden, denn dagegenist jedes noch so große Polizeiaufgebot machtlos! Auch wäre bei mehr Demonstranten noch mehr Polizeiaufgebot nötig, und das wird für die Landesregierung zu einer nicht mehr lsbaren Aufgabe!!!

  2. Trotz dem Buch von Sarrazin der Protest in Stuttgart geht weiter. Mehr als 60.000 Bürger demonstrierten vergangenen Freitag in Stuttgart gegen den Abriss ihres Bahnhofs, gestern behinderten Bauern mit Baggern die Bauarbeiten. Sind die 60 Tausend Menschen die Mehrheit. Das weiss zur Zeit keiner. Warum zur Hölle gibt es keine Volksabstimmung.


  3. Jürgen E.
    07.09.10 um 18:42

    @ Karl-Heinz Schubert

    Auch wenn ich aus sachlichen Gründen das Projekt S21 für falsch erachte, sehe ich darin keinen Grund für einen gewaltsamen Widerstand. Und die Besetzung von Dächern oder auch Bäumen und die Blockade von Baufahrzeugen ist rechtswidrig.

    Und wenn die Polizei den Auftrag zur Räumung erhält, tut sie dies in pflichtgemäßem Ermessen. Erst mit Worten, dann mit sanftem Druck und wenn das nicht hilft oder sie sogar angegriffen wird, befindet sie sich immer noch in der Legalität, wenn sie härter vorgeht. Merke: Das Gewaltmonopol liegt beim Staat!

    Das Projekt S21 geht aus der Idee des Verkehrswissenschaftlers Gerhard Heimerl aus dem Jahre 1988 hervor und ist der Öffentlichkeit seit 1994 bekannt. Also haben die Gegner 16 Jahre verpennt und machen jetzt Randale. Gewählt wurde in Baden-Württemberg 1996, 2001 und 2006. Man hatte also drei Mal die Gelegenheit, die parlamentarischen Verhältnisse entsprechend zu ändern.

    Und eine Frage, was haben Robin Wood und andere selbst ernannte Umweltaktivisten mit dem Projekt S21 zu tun?


  4. Stefan Hennigfeld
    07.09.10 um 18:48

    Dem muß ich widersprechen. Die große, große Mehrheit der Gegner, und das merken wir immer wieder, wenn wir mit denen in Kontakt stehen, ist friedlich, will keine Randale oder sonst etwas. An anderer Stelle haben wir schon über das Problem geschrieben, daß fragwüridge linksextremistische Splitterparteien wie z.B. die MLPD die Proteste für ihre Zwecke mißbrauchen will.

    Und das ist genau das, was Karl-Heinz sagt: Sich nicht zu Gewalt provozieren lassen, ruhig und sachlich bleiben und regelmäßig friedlich demonstrieren. Von den 65.000 Menschen, die letzten Freitag zur Demo gekommen sind, sind vermutlich mindestens 64.995 absolut friedlich.


  5. Jürgen Eikelberg
    07.09.10 um 20:38

    @ Stefan Hennigfeld

    Es ist auch aus meiner Sicht unbestritten, dass die Mehrzahl der Demonstranten friedlich ist. Rechtlich ist es aber so, dass der Aufforderung durch die Polizei, einen Platz zur räumen, Folge zu leisten ist. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Und da endet der friedliche Protest und wird u.U. zu gewaltsamem Widerstand, wenn der Aufforderung nicht Folge geleistet wird. Das ist nun mal die Rechtslage.

    An anderer Stelle haben wir schon über das Problem geschrieben, daß fragwüridge linksextremistische Splitterparteien wie z.B. die MLPD die Proteste für ihre Zwecke mißbrauchen will.

    Es liegt in der Natur eines Protestes, dass sich auch unliebsame Zeitgenossen daran laben und ihren persönlichen Vorteil suchen, auch wenn sie mit dem Thema weder vertraut noch in irgendeiner Weise verbunden sind.

  6. Wessen Bäume? – Unsere Bäume! Wessen Park? – Unser Park?
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