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ProBahn kritisiert ZGB

15.09.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Der Fahrgastverband ProBahn kritisiert die aktuelle Politik des Zweckverband Großraum Braunschweig. Dem ZGB fehlt jegliche Zukunftsperspektive für sein aktuelles Nahverkehrs-angebot. Einzig die Planungen für die RegioStadtBahn werden jetzt schon jahrelang betrieben. Trotz der intensiven Planung stehen noch immer entscheidende Fragen über die technischen Anforderungen der Fahrzeuge im Raum, die Finanzierung ist noch völlig offen. Laut einem kürzlich erschienenen Artikel der Braunschweiger Zeitung steht die geplante RegioStadtBahn schon lange kurz vor dem Aus.

Aufgrund von finanziellen Engpässen wird das Angebot ab Dezember auf vielen Verbindungen ausgedünnt werden müssen. Dabei ist weniger als 3 Monate vor dem Fahrplanwechsel immer noch nicht bekannt, welche Leistungen die Kürzungen treffen werden. Vorallem die Konzeptlosigkeit des ZBG ärgert das Pro Bahn Mitglied Achim Weitner-von Pein. So wurde vor wenigen Wochen beschlossen, dass die Zahl der Zugverbindungen zwischen Bad Harzburg und Kreiensen ab Dezember um die Hälfte gekürzt werden sollen und gleichzeitig keine Entnahmen aus den Rücklagen getätigt werden sollen. Diese Meinung hat sich jetzt schon wieder geändert in einer neuen Vorlage wird die Entnahme aus den Rücklagen empfohlen. Gleichzeitig wird über die von ProBahn bereits erwarteten Kürzungen auf der Strecke zwischen Hildesheim und Braunschweig gesprochen. Diese Kürzungen werden aber immer noch diskutiert, wo letztendlich gekürzt wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keiner genau sagen. Die Reisenden sollen es wahrscheinlich erst mit bekommen, wenn sie vergeblich auf einen gestrichenen Zug warten.

Die finanziellen Schwierigkeiten des ZGB kommen nicht unerwartet. Es war absehbar, dass das Land Niedersachsen irgendwann den Ausgleich für die gekürzten Regionalisierungsmittel streichen wird. Während die LNVG im restlichen Niedersachsen das Angebot trotz Kürzungen durch die Ausschreibung von Nahverkehrsleistungen verbessern konnte, hat der ZGB noch keine Ausschreibung auf seinem Gebiet durchgeführt. Lieber bindet man sich per Direktvergabe an den Quasi-Monopolisten Deutsche Bahn und lässt sich durch überteuerte Verkehrsverträge finanziell abwürgen.

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