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Merkel äußert falsche Tatsachen zu Stuttgart 21

26.09.10 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf einem Landesparteitag der rheinland-pfälzischen CDU in Mainz am Samstag behauptet, mit Stuttgart 21 würde Europa von Frankreich über die Slowakei bis auf den Balkan verbunden. Wir müssten jetzt zeigen, dass wir zuverlässig seien. Stuttgart 21 sei nicht irgendein Bahnhof in irgendeiner Stadt, sondern es sei ein europäisches Projekt, das auch im europäischen Parlament abgestimmt wurde. Man könne in Europa nicht zusammenarbeiten, wenn man seine Politik danach ausrichte, wie viele Menschen gerade auf der Straße stehen.

Mit dieser Aussage zeigt die Kanzlerin einmal wieder, dass sie über das umstrittene Bahnprojekt nicht informiert ist. Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (beide CDU) wurden erst vor kurzem wegen der Falschaussage, Stuttgart 21 wäre ein europäisches Projekt, von Politikern des EU-Parlamentes ermahnt. Der EU-Koordinator für die Magistrale Paris-Bratislava, Herr Peter Balázs, stellte bereits mehrfach klar, dass Stuttgart 21 ein regionales Prestigeprojekt ist. Wegen der Bedeutungslosigkeit für den europäischen Bahnverkehr hat das EU-Parlament nie über dieses Projekt abgestimmt und beteiligt sich nicht an der Finanzierung.

26 Responses

  1. Blech zu Blech!

    Bagger-Angie hat wieder einmal nichts anderes getan,
    als die „Möchte-Gern-Utopie“ von Herrn Schuster und Konsorten zu kopieren!

  2. man verzeihe mir, auf broid schwäbisch: die Frau isch oifach bronzbleed

  3. Die Tante ist echt der Hammer! Verbreitet als Kanzlerin Falschinformaitonen und kommt noch damit durch. Wie kann das sein? Wir leben in der BRD und die DDR gibt es nicht mehr! Ich glaub die hat noch ne Mauer im Kopf.


  4. Norbert Hey
    26.09.10 um 20:23

    Da den Grünen die Sachthemen ausgehen, wird gegen das demokratisch legitimierte Projekt agitiert und unwissende Bürger „scharfgemacht“. Wo waren denn diese „protestierende Bürger“ bei den Bürgeranhörungen, wo „Bedenken und Anregungen der Bürger“ in den Genehmigungsverfahren einfließen konnten. Ich bin es einfach leid, den Berufs- sowie Renten- bzw. Pensionärsprotestlern zuzuhören.
    Norbert Hey

  5. Das Argument mit der Magistrale ist recht hanebüchen, in Wirklichkeit fährt keine Sau von Paris nach Bratislava.
    Allerdings ist die S21 Problematik bezüglich EU- Zuschüssen etwas kompliziert:

    – Der Tiefbahnhof wird nicht bezuschusst
    – für Stuttgart – Wendlingen gibts ca 100 Mill.
    – für Wendlingen – Ulm gibts 114 Mill. Euro von der EU

    Die entsprechend Behörde interessiert sich nur die Gleisstrecken…

    In der Tat sprach sich – vom Gemeinderat bis zum Bundestag – die Mehrheit der gewählten Abgeordneten für Stuttgart 21 aus. Aber das Europäische Parlament hat – anders als Sie behaupten – zu keinem Zeitpunkt über den Bahnhofsumbau abgestimmt. Der Bahnhofsumbau ist aus Sicht der Europäischen Union ein Projekt, dem lediglich nationale Bedeutung zukommt. Aus diesem Grund wird der Umbau des historischen Bonatzbaus auch nicht mit EU-Mitteln kofinanziert, wie der EU-Koordinator für die Magistrale Paris-Bratislava, Herr Peter Balázs, mehrfach klarstellte.

    Aussage laut: Michael Cramer, MdEP, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN/EFA im Europäischen Parlament

    Heide Rühle, MdEP, binnenmarktpolitische Sprecherin der GRÜNEN/EFA im Europäischen Parlament

    http://www.gruene-europa.de/cms/default/dok/353/353481.stuttgart_21_bleiben_sie_bei_der_wahrhei@en.htm

  6. Wieso kann man solchen verlogenen Politiker(rinnen)
    nicht rauswerfen. Ich finde man sollte langsam mal ein Gesetz einführen das sämtliche Politiker bei ertappten und bewiesenen Lügen sofort aus dem Dienst entlässt.

  7. @Norbert Hey…
    Dann geh doch ins Kloster wenn du es nimmer hören kannst.
    Ach Entschuldigung…..Lügner kommen ja in die Hölle.
    Dann geh in den Keller :))

  8. Stuttgart 21 mit der NBS Wendlingen-Ulm ist überfällig, weil die alte Route (Filstalbahn/Geislinger Steige) mit Regional, Fern- und Güterverkehr total überlastet ist und zudem für den Fernverker ein Nadelöhr darstellt. Für unzählige Fahrgäste zwischen Ulm und Stuttgart verkürzt sich die Fahrzeit um eine knappe halbe Stunde. Ferner wird durch S21 der Flughafen angebunden und jede Menge Gleisfläche in der Innenstadt (auch Grüngläche) frei. Durch die Tunnel wird die Lärmbelastung geringer. Vorteile gibt es also zweifellos. Das Projekt wird und wurde aber von Schwarz-Gelb extrem schlecht verkauft. Klar, wer fährt schon von Paris nach Budapest. Aber zum Beispiel von Frankfurt nach München verkürzt sich die Fahrzeit auch um eine halbe Stunde. Natürlich ist das Prjekt primär von nationaler und regionaler Bedeutung. Aber wer dauern nur etwas von dem neuen Herz Europas faselt, der muss sich nicht wundern, wenn die Menschen die Vorteile für die Region nicht erkennen.

  9. Pingback: Stuttgart21 - Seite 38 - Augsburger Allgemeine Community

  10. Pingback: 18 000 Demonstranten gegen Stuttgart 21 - Seite 10 - DIGITAL FERNSEHEN - Forum

  11. @OlbersD

    Stuttgart 21 mit der NBS Wendlingen-Ulm ist überfällig, weil die alte Route (Filstalbahn/Geislinger Steige) mit Regional, Fern- und Güterverkehr total überlastet ist und zudem für den Fernverker ein Nadelöhr darstellt.

    Die Bestandsstrecke ist in keinster Weise überlastet und bietet noch genügend Kapazitätsreserven. Die Neubaustrecke würde sie auch nur um 2 Fernzüge pro Stunde entlasten. Die Kapazitätsengpässe auf der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel sind viel dringlicher. Prognosen gehen für 2025 von einer Auslastung von 195 % aus und es werden nur ein paar Millionen für den viergleisigen Ausbau eines kurzen Abschnittes ausgegeben.

    Für unzählige Fahrgäste zwischen Ulm und Stuttgart verkürzt sich die Fahrzeit um eine knappe halbe Stunde.

    Die Neubaustrecke kann auch ohne unterirdischen Bahnhof gebaut werden. Die Fahrzeit lässt sich allerdings auch mit geringeren Kosten verkürzen. Bis München brauchten ICs in den 90ern 20 Minuten weniger als heute die ICEs, weil man die Strecke so verkommen lassen hat. Um die Fahrzeit bis München zu senken, ist der Einsatz von Neigetechnik oder eine Schnellfahrstrecke Augsburg – Ulm wesentlich günstiger mit dem gleichen Fahrzeiteffekt.

    Aber zum Beispiel von Frankfurt nach München verkürzt sich die Fahrzeit auch um eine halbe Stunde.

    Von Frankfurt nach München fährt man über Nürnberg, dass wird selbst mit der Schnellfahrstrecke Wendlingen – Ulm die schnellste Variante sein.

  12. Was ständig durcheinander gebracht wird, ist die Tatsache, dass sich die Proteste hauptsächlich gegen den Tiefbahnhof und nicht gegen die Neubaustrecke Wendlingen Ulm richten, die ein unabhängiges Projekt sind. Den grössten Teil der Fahrzeitverkürzung wird durch die Neubaustrecke erreicht und nicht durch den Bahnhof.

  13. @sonne
    dann kann man auch einfach mal die klappe halten ;)

    @olbert d
    nanana, da verkennt aber jemand die realität. verwechselt diese mit werbesprüchen.
    einige beispiele:
    zugzahlen zw. plochingen und göppingen (repräsentativer querschnitt der strecke stuttgart-ulm):
    1962: 267,
    1991 (spitze): 305,
    2007: 252
    nur durch das einrechnen von „schnellen-leichten-güterzügen“ (die es de facto nicht gibt) in das betriebsprogramm in die nbs konnte sie ausgelastet werden, da der fernverkehr für eine wirtschaftliche auslastung alleine dafür nicht ausreicht, obwohl mit 120 zügen pro tag schon recht üppig geplant war.

    die zahl der güterzüge auf der strecke s-u hat sich seit 1991 halbiert

    die auslastung im gesamtquerschnitt schwankt zw 12 und 69 güterzügen/tag, d.h. an manchen (vielen) tage sind zusätzliche enorme kapazitätsreserven

    db netz konnte auf dieser ach so überlasteten strecke sogar die übeberholmgl in uhnigen und amstetten beseitigen

    20% kostenanteil bei güterzügen sind trassenpreise, minimierung der kosten wiegt schwerer als zeitersparnis, deshalb schon heute mehr güterverkehr (von den nordseehäfen) über würzburg-gemünden, als über s-u und bei noch höheren trassenpreise für nbs (plus 30%) sowieso

    für nbs 35 promille steigung, d.h. züge auf 1000t beschränkt und nur züge mit scheibenbremsen, d.h. wenig fracht und spezielles rollmaterial – marktwirtschaftlich inakzeptabel

    um zum contrainerterminal in ulm zu kommen wäre zugwende in ulm hbf nötig

    fernverkehr
    derzeit: 74 fernzüge/tag
    prognose bundesverkehrswegplan für 2015: 80 fernzüge/tag (d.h.s-münchen alle 1/2std) – ursprünglich waren 120 züge in planung enthalten
    höhere zugzahlen, als 30min takt sind anzuzweifeln
    auf der eingleisigen schönbuchbahn böblingen-dettenhausen verkehren 75 züge/tag
    ein „ausbau“ der strecke s-u für mind. 3 000 000 000 euro ist inakzeptabel

    reisende wollen schneller über s nach m
    fernverkehrsreisenden (v.a. aus dem norden) ist es egal, ob sie über s, oder nürnberg nach m kommen. und zw n und ingolstadt gibts schon ne überteuerte nbs.

    geislinger steige zu `entschärfen` ist gut und richtig
    ABER
    die angst vor dem abgehängtsein vom hgv hat dies zerstört
    durch das festhalten am projekt 20-jährige blockade der entwicklung des schienenverkehrs
    nbs `zementiert` probleme im güterverkehr
    verlagert güter vom zug auf lkw
    das europäische ziel mehr güter auf die schiene zu bringen wäre mit der derzeitigen nbs gescheitert

    der bahnhof

    mehr menschen fahren täglich strecken unter 100km
    8% mehr als 100km
    12% 51-100km
    80% unter 50 km
    durchgangsverkehr wird seit s21 hochstilisiert
    ABER
    es gibt keine konkreten zahlen dazu nur prognosen aus den 1990´ern. in einer bundestagsanfrage von 1995 heißt es: `die db-ag erfasst KEINE zahlen des durchgangsverkehrs, da sie kommerziell nur geringe aussagekraft besitzen“
    prognose s21: 1/3 sind durchreisende
    es fehlen REALE mobilitätsbeziehungen in der region s

    fahrtzeitverkürzungen die das projekt NICHT betreffen werden als pro argumente angeführt, außerdem sind zielfahrtzeiten heute schon verfügbar, so werden neue zeitliche begehrlichkeiten beim volk geweckt:
    s-ffm: 1998(für2008) 1.20(1.15), 2002(für2013) 1.20(1.15), 2005(für?): 1.15(0.58)
    s-köln: 1998(für2008) 3.15(2.30), 2002(für2013) 3.15(2.30), 2005(für?) 2.15(1.58)

    durch s21 fällt 3 löwen takt weg, weil mit s21 kein integraler taktfahrplan mehr möglich ist
    soll verknüpfungsquali nich leiden müssten mehr züge durchgeschleust werden, aber 2006 wurden wg fehlender mittel bereits 2,2 mio zugkilometer nahverkehr abbestellt, d.h. weder prognosen, noch geplante mehrverkehre entscheiden über angebot, sondern allein FINANZEN DES AUFGABENTRÄGERS und was man sich heute nicht leisten kann, kann man sich nach solch einem projekt erst recht nicht mehr leisten (vgl dazu „großer verkehrsvertrag“ 2003, zw land und db regio)

    höhere trassen- (plus 30%) und stationspreise (von 15 euro/zug und halt auf mehr als 40 euro/zug und halt (vgl berlin hbf)) durch s21. diese müssen vom aufgabenträger bezahlt werden, d.h. bei s-bahn verband region s, und bei nahverkehr das land. also beeinflusst s21 direkt das budget vom land.

    quelle: u.a.
    -db-ag kursbücher 03/04, 06/07,
    -db ausbau und neubaustrecke s-augsburg – variantenuntersuchung für s-u band 1: untersuchungsbericht okt 1991 s.18-19
    -güterzugfahrtzeiten 04-07 auf der kbs750 und im maintal
    -db projekt gmbh stuttgart 21, pfu abschnitt 1.1, 1 erläuterungsbericht teil 1 allgemeiner teil okt 01 s.18; teil b abschnitt 2.1.c sep 1997 s.22
    -eba, pfa zu s21 1.1 s.149
    -ersatzfahrpaln kbs750 mit kürzungen ab 10.6.07 herausgegeben durch nvg b-w
    -landtag b-w drucksache 13/625, antrag grüne, konzeption zur sicherung des landesweiten schienengüterverkehrs 2002, s.6
    -statistisches bundesamt fachserie 8 reihe 1.1 verkehr-verkehr aktuell 03/07
    -behnsen, die zukunft war gestern, srl e.v., stuttgart mobil und mobilität 02/07
    infas gmbh und dwi berlin: mobilität in deutschland – ergebnisbericht für das bm verkehr, bau, wohnungswesen, 02, s.90ff
    -deutscher bundestag 13. wahlperiode, drucksache 13/2702, 19.10.95, antwort bundesregierung auf kleine anfrage der abgeordneten wolf enkelmann, gysi der pds `projekt s21` s.2
    -db projekt gmbh s21 (hrsg) s21 – das projektmagazin frühjahr 95, s.1, frühjahr 02
    -turmforum s21 e.v. das projekt s21 – begleitbuch zur ausstellung im turmforum s21, 2005 s.15


  14. oliver haeberle
    27.09.10 um 00:26

    Vielleicht ist man ja zumindest in Frankreich ganz froh drum(Sorkozy und sein Problem mit Rumänen), nicht noch schneller von Ost nach West kommt.

    Was um Stuttgart 21 momentan passiert ist Autosuggestion: Wie sich jemand jeden Mogen vor dem Spiegel sagt „Ich bin schön!“ – und es dann ingendwann glaubt, so sagt man, „Ohne Stuttgart 21 geht es nicht – und damit basta!!!!“ – gebetsmühlenartig, immer und immer wieder, in der Hoffnung, daß das tumbe Wahlvolk es irgendwann schluckt oder glaubt.

    Einerseits sucht man nach Möglichkeiten zu sparen und das Volk regt sich auf. Jetzt kann man es da oben nicht verstehen, daß das undankbare Pack einen so schönen teuren Bahnhof bekommen soll und diesen nun gar nicht haben will.

  15. Pingback: Berichte 26.09.2010 | Bei Abriss Aufstand


  16. Jan Seibold
    27.09.10 um 08:35

    „Was um Stuttgart 21 momentan passiert ist Autosuggestion: Wie sich jemand jeden Mogen vor dem Spiegel sagt “Ich bin schön!” – und es dann ingendwann glaubt, so sagt man, “Ohne Stuttgart 21 geht es nicht – und damit basta!!!!”“

    <– Das kann man genauso über K21 oder die ablehnende Haltung zum Projekt sagen. So geht es eben jedem Fanatiker.


  17. dasscheissprojektmussweg
    27.09.10 um 15:37

    @ OlbersD
    Sie dürfen zusammen mit Frau Kandesbunzlerin Merkel blechtrommeln.

  18. Frau Merkel hat tatsächlich ein Problem mit der Demokratie, deshalb findet sie es ja auch so völlig unangemessen, daß die Bürger ihre Meinung in friedlichen Demos äußern. Deshalb verkündet sie, wie die DDR-Führung, immer den Fortschritt und den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland, von dem der Bürger leider gar nichts mitbekommt: wir sind besser ausgebildet, arbeiten mehr und unter schlechteren Bedingungen, verdienen weniger…(die Generation der jetzt 20-30Jährigen überlebt nur, weil sie von Mama und Papa gesponsert werden, ALG II ist oft besser, weil man beim Arbeiten, wenn man überhaupt noch was verdient, oft draufzahlt wegen der Fahrtkosten usw,) Man müsste Merkels wahrscheinlich vorhandene Verstrickung mit der STASI aufdecken, was sicher in 10 Jahren, wenn sie nicht mehr an der Macht ist, geschehen wird. Sie ist ein „Wendehals“ (sagen übrigens Leute aus dem Osten und die müssens ja einschätzen können).


  19. dasscheissprojektmussweg
    27.09.10 um 16:44

    In Ergänzung zu Herrn Steinke möchte ich Herrn/Frau OlbersD
    zwei links mitgeben und nicht nur anranzen. Ich bin eben jetzt auch mal ausgerastet, nachdem man sich in den Foren dauernd auf niedrigstem fachlichem und Demokratieverständnisniveau von einem bestimmten Genre von Schreibern angemacht fühlt.
    Ganz allgemein verweigern sich diese platten pro S21 Argumentierer beharrlich den Problemen, sowohl mit der NBS Wendlingen – Ulm als auch bei dem S21-Tiefbahnhof und streuen ihre thumbe Propaganda unters Volk.

    Zur NBS Wendlingen – Ulm hier:
    http://www.vdhk.de/ICE/NHG.pdf
    Da der Karst ab Bossler bedeutend mehr Überraschungen haben dürfte als der auf der Strecke Ingolstadt – Nürnberg, sind Tunnelstreckenkilometerkosten von 600.000.000 realistisch. Macht mal rund 12 Mrd. für die NBS. Und wenn man dann 40 (Quelle Drexler) oder aus einer anderen Quelle 80 Güter-TGVs reinrechnen muss, die nie fahren werden, weil keine Nachfrage wegen der hohen Streckenentgelte plus der Kosten für die Technik besteht (Scheibenbrensen statt Klötzen, zum Beispiel), um zu einem Wirtschaftlichkeitsfaktor von 1,0xx zu kommen, jo mei, dann beruht das halt auf der bei diesen beiden Projekten vorherrschenden Ehrlichkeit der Macher, die hinter der geplanten Immobiliensause auf dem alten Gleisbett in S steht. Bei Quadratmeterpreisen von 17.241 Euro (wurde von der Bahn auf den Arealen 6,8.9 des dort geplanten Europaviertels realisiert) kennt die Geldgier keine Grenzen mehr und tauscht die einfachtse Wahrheit gegen die kühnste Lüge. Da nimmt sich die von der Frau Kandesbunzlerin herbei phantasierte Europaunterstützung gerade zu noch harmlos aus.
    Noch etwas zu dem link: auf der Seite 10 des pdf-Formates kann man nachlesen, dass Mehdorn damals nach Fertigstellung dieser finaziellen Katastrophenstrecke gesagt habe, dass man so blauäugig nie wieder ein solches Projekt angehen werde. Vier Jahre später geschieht unter Grube genau das selbe noch einmal. Und die Frau Kandesbunzlerin nennt das Verlässlichkeit der Poltik gegen über den europäischen Partnern. So ein abgelassener geistiger Dünnpfiff reicht eigentlich zu einer Rücktrittsforderung. Und weil in S die beiden Züge der Protestierenden und Regierenden unaufhaltsam aufeinander zurasen, ist das besonders verantwortungslos in einer solchen Situation. Denn Frau Merkel hat geschworen, Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden. Frau Merkel, treten Sie zurück!

    Tja, dann noch zur überlasteten Neckar- und Filstalstrasse von Herr / Frau OlbersD hier:
    http://www.srl.de/dateien/dokumente/de/die_zukunft_war_gestern._neue_ansaetze_und_uuml_berlegungen_in_der_jahrzehnte_dauernden_debatte_um_das_projekt_stuttgart_21_und_die_neubaustrecke_wendlingen_-_ulm.pdf
    Ich denke, Herr/Frau OlbersD wechselt jetzt den Namen, sofern er/sie hier weiterhin schreiben will. Aber selbst das geschieht in den anderen Foren nicht. Man wird offenbar für die Masse der posts und die Frechheit der Lügen bezahlt und postet wie vom Fliessband gerade so weiter, ohne auf Argumente einzugehen.
    Und da Diskussionen mit Mappus-Schnappus und Co in jedem Falle sinnlos sind am Freitag eben die nächste Demo.
    Oh ja, zum Niveau der Befürworter hier in Ergänzung zu dem der Frau Kandesbunzlerin noch ein schöner Beleg
    http://www.youtube.com/watch?v=V-WIFNeHnuo
    Da Drexler einmal war, Andriof ist natürlich sicher um Längen besser! Cheers!


  20. Überblicker
    28.09.10 um 12:38

    Ist Politik glaubhaft?

    Politik war noch nie zuverlässig! Gelogen wurde schon immer – das wird doch bereits den Kindern beigebracht. Auch bei Stuttgart 21 übertreffen sich beide Seiten im Praktizieren von Unehrlichkeit. Die einen Lügen in Dur und die anderen in Moll. Nur, die Disharmonie einer Lüge hört man nur heraus, wenn die anderen „singen“. Die falschen „Töne“ im eigenen „Chor“, werden als wunderbare „Melodie“ wahrgenommen.
    Und wie sieht es mit dem Demokratieverständnis aus? – Die eine Seite versteht darunter, das Volk in regelmäßigen Abständen zur Wahl zu schicken und ein „Kreuz“ machen zu lassen – danach darf die politische Mehrheit machen was sie will. (Ausgenommen der Austieg aus dem Atomausstieg – hier hat das Volk bewusst die politische Richtung gewählt, die bereits vor der Wahl die Umkehr vom Atomausstieg angekündigt hatte.) Die anderen ziehen laut krakeelend, behindernd und teilweise randalierend auf die Straße und sind dabei arogant der Meinung, sie seien das Volk. Vom Egoismus getrieben ignorieren sie dabei die Gegenmeinung im Volke und bekämpfen sie sogar. Praktiziert hier irgendeine Seite Demokratie? – Oder nähert sich die Welt immer mehr der Anarchie? Hallo!!! Versucht neutraler zu werden! Wendet euch von eurem Ego, eurer Selbstsucht ab! Denkt nicht nur immer an euch und eure Interessen, sondern auch mal an die Bedürfnisse anderer, selbst wenn es dabei um Minderheiten geht. Und lasst euch nicht ständig manipulieren und instrumentalisieren! – Das gilt in der Tat für beide Seiten!


  21. Niklas Luerßen
    28.09.10 um 16:33

    Also gut… eine Lösung für beide Seiten:
    Ein verbindlicher Volksentscheid, dessen Ergebnis zu akzeptieren sich vorher beide Seiten verpflichten. Dessen Fragestellung aber auch ergebnisoffen und nicht tendenziös (also nicht solche Späße wie in Neuss, wo man zur Beibehaltung der Straßenbahn mit „NEIN“ in der Befragung stimmen mußte oder bei der „Abstimmung“ 1938 zum Anschluß Österreichs, wo das „JA“-Feld deutlich größer gewesen ist) sein muß.

    Ich meine, wenn die Befürworter sich in der sicheren Position und der Mehrheit wähnen, wie ja öfters mal von deren Seite behauptet wird, dann dürften sie damit doch keine Probleme haben?!

  22. Ist die Merkel überhaupt je über irgendetwas richtig informiert?

    Die von Merkel geforderte Zug-Verbindung bis zum Balkan (París, Strasbourg, STUTTGART, München, Wien, Pressburg, Budapest, Bukarest bis Istanbul) bestand bereits 126 Jahren!!!! Das war der berühmte Orientexpress,dessen Betrieb wegen Unrentabilität !! Ende 2009 eingestellt wurde. Der Konkurrenz anderer und schnellerer Verkehrsmittel war der Zug schließlich nicht gewachsen.

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