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Karlsruhe: Videoüberwachung sorgt für mehr Sicherheit

08.09.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Videoüberwachung in den Stadt- und Straßenbahnen des Karlsruher Verkehrsverbundes haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass die Zahl der Straftaten gesunken ist. Das teilte der KVV gestern mit. Insgesamt sind 159 Züge mit Kameras ausgestattet, das sind etwa 60%. In diesen Zügen gab es im ersten Halbjahr 2010 24 Vandalismusschäden. Die 92 anderen Züge hatten 42 Schäden.

Um den Datenschutz müssen sich die Fahrgäste dennoch keine Gedanken machen: Wenn keine Straftaten passieren, werden die Videoaufnahmen nach 48 Stunden automatisch gelöscht. Dafür tragen sie aber mit dazu bei, dass öffentliche Verkehrsmittel zu den sichersten Orten der Region Karlsruhe gehören. Auch in Bussen werden Kameras in allen Neuanschaffungen standardmäßig installiert sein.

3 Responses

  1. Kameras im KVV – nutzlos und teuer?

    Nun wurde es auch vom Pressesprecher des KVV bestätigt: Videoüberwachung im ÖPNV dient hauptsächlich dazu, Vandalismus zu bekämpfen. So wird in einem Artikel in der lokalen Presse (BNN vom 8.9.2010) mehrfach darauf hingewiesen, dass die monatlichen Kosten für Beseitigung von Schäden und Reinigung der Fahrzeuge um durchschnittlich 20% gesunken sind. Auch bei der Aufklärung von Bagatelldelikten wie z.B. Rangeleien sind die Videoschutzanlagen nützlich, so dass sich die Kunden sicherer fühlen.

    Betrachte man das Ganze allerdings aus einem anderen Blickwinkel, so erscheint die Speicherung der Fahrgastbilder auf Vorrat, in einem anderen Licht. Bisher wurden insgesamt 1,32 Mio. Euro aufgewendet, um monatlich 7000 Euro zu sparen, dazu kommen noch die Wartungskosten für die Videoüberwachung, die Kosten für die Beseitigung der – immer noch vorhandenen – Vandalismusschäden und die Kosten für die Ermittlungstätigkeit der Polizei.

    Auch am Sicherheitsgewinn für die Kunden darf gezweifelt werden. Zum einen gibt es wohl keine Zahlen darüber, wie viele Übergriffe es vor der Einführung der Überwachung gab, zum anderen finden eben immer noch Übergriffe statt, zuletzt ein versuchter Handtaschendiebstahl beim Einsteigen in eine Bahn.

    Dass die Überwachung – im Gegenteil – sogar eine Bedrohung darstellen kann, sieht man an dem Fall vor ungefähr zwei Jahren, als das Foto eines Unschuldigen – im Internet und in der Tageszeitung veröffentlicht wurde.

    Diese Ergebnisse sind nicht neu, sondern decken sich mit den Erfahrungen in anderen Städten, bspw. beim BVG in Berlin.

  2. Pingback: Umfrage: Von der Bahn auf die Plätze – Videoüberwachung ausweiten? – ka-news.de | Chatten Karlsruhe

  3. Hi stm-ka,

    kannst du mir für die Behauptungen in deinem Post (Kosten der Installation der Anlage, die falsche Beschuldigung) Belege zukommen lassen?

    Das könnte ich sehr gut gebrauchen.

    Gruß,
    Sven Krohlas

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