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Hamburger Hochbahn mit neuer Sicherheitskampagne

21.09.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Hochbahnwache in HamburgDie Hamburger Hochbahn startet unter dem Titel „Ich drück‘ für dich“ eine neue Sicherheitskampagne für ihre U-Bahnen. Damit will man aktiv die Hemmschwelle senken, im Falle eines Falles auf den Notrufknopf zu drücken. Die orangenen Säulen in den Bahnhöfen und die roten Knöpfe in den Zügen sind fester Bestandteil des Sicherheitskonzeptes für den ÖPNV an der Waterkant.

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn: „Wir haben in Hamburg ein sehr professionelles und vorbildliches Sicherheitskonzept: die Hochbahnwache mit ihren rund 320 Fachkräften, alle Haltestellen kameraüberwacht, alle Fahrzeuge ausgerüstet mit Kameraaufzeichnung. Hilfe und Unterstützung können unsere Fahrgäste über die Notrufeinrichtungen auf allen Haltestellen und in allen U-Bahnen anfordern. Mit der Kampagne wollen wir auf diese Sicherheitseinrichtungen hinweisen und die Fahrgäste auffordern, diese zu nutzen, sobald es für einen selbst oder für einen anderen Fahrgast brenzlig wird.“

Auch Reinhard Fallak, Vizepräsident der Hamburger Polizei, unterstützt die Kampagne: „Neben der reinen Information wird auch ein Zeichen gesetzt, sich mit ein wenig Zivilcourage für andere Fahrgäste einzusetzen, die in Bedrängnis sind. Keiner muss sich dafür selbst in Gefahr begeben. Dies unterstreicht die Kampagne auch dadurch, dass ganz normale Fahrgäste ihr Gesicht hierfür zeigen.“

Weitere Informationen gibt es unter www.ichdrueckfuerdich.de – und noch einen Tipp vom Hochbahn-Chef persönlich: „Auch wenn sich ein Fahrgast auf einer Haltestelle einmal unwohl fühlen sollte, kann er den Notruf betätigen. Die Mitarbeiter in der Betriebszentrale haben dann den Fahrgast direkt im Kamerabild und können Kontakt halten. Es gibt keine Strafen für falsches Drücken. Lieber einmal mehr den Notruf nutzen als einmal zu wenig.“

Bild: Hamburger Hochbahn AG

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