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Gießen: Keine eindeutigen Halteplätze

14.09.10 (Allgemein) Autor:Test Kunde

In den letzten Jahren wurde am Gießener Bahnhof ein gefühlter Komplettumbau vorgenommen. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde die Unterführung mit einer Bauzeit von mehreren Jahren verbreitert sowie der behindertengerechte Ausbau des gesamten Geländes vorangetrieben. Bei der Erhöhung und Modernisierung des Bahnsteiges zwischen den Gleisen 2 und 3 wurde unter anderem eine Überdachung aufgebaut, die allerdings entgegen der vorherigen Planungen um ein Viertel, also 28 Meter, gekürzt wurde.

Bei den Zügen in Fahrtrichtung Frankfurt kommt es, allerdings nur auf Gleis 3, seit geraumer Zeit für verwirrende Situationen für die Fahrgäste. Nahezu jeder Zug hält an einer anderen Stelle und oftmals kommt nur die Lok unter der Überdachung zum Stehen, sodass die Kunden durch den Regen laufen müssen. Schuld daran sind die H-Tafeln, die den planmäßigen Halteplatz für einen Zug angeben sowie die Verschiebung des Daches in Richtung Süden während der Planungen des Umbaus. In der Universitätsstadt gibt es insgesamt drei H-Tafeln, jeweils eine für 140, 180 und 280 Meter.

Bereits mehrfach haben sich Kunden und Fahrgastverbände über dieses Problem beschwert -und nun ist für Ende Oktober die Behebung seitens der DB zugesagt. Zusammen mit dem Eisenbahnbundesamt, welches die H-Tafeln und die ebenfalls nötigen 500Hz-Magnete zur Überwachung der Zuggeschwindigkeit vor einem haltzeigenden Signal in Gießen genehmigen muss, sollen diese nun entsprechend versetzt werden, sodass die Züge pünktlich zum Winter an der Überdachung halten sollen.

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