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Bayern: Weiterhin Streik im ÖPNV

26.09.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ruft weiterhin zu Arbeitsniederlegungen in den bayrischen Oberzentren Augsburg, München und Nürnberg auf. Ein Ende ist noch nicht abzusehen, allerdings teilte die Gewerkschaft den Verkehrsunternehmen mit, dass der Streik nicht unbefristet sei. Während Nürnberg die Folgen auch dank fahrerloser U-Bahn gut auffangen konnte, sah es in München anders aus.

Insbesondere die Kombination aus dem Oktoberfest und dem Heimspiel des FC Bayern sorgt dafür, dass der ÖPNV an der Isar schlechter aussieht als sonst und auch deutlich mehr Ausfälle zu verzeichnen hatte. Bedingt dadurch, dass das nächste Heimspiel des FC Bayern erst in drei Wochen stattfindet, ist zunächst eine weniger dramatische Lage zu erwarten. Eine Annäherung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber scheint es bis auf weiteres jedoch nicht zu geben.

13 Responses

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  2. Ich glaube die Bayern werden brauchen bis sie in den Gang kommen wie damals das 4:1 im Dezember.


  3. Stefan Hennigfeld
    26.09.10 um 17:17

    Sie hätten das Spiel besser wegen des Streiks abgesagt. Wäre ein willkommener Vorwand gewesen.

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  5. Wie geht es weiter? Wird gestreikt bis keiner mehr Bahn fährt? Die Bahnliberalisierung bzw. Derregulierung scheint gescheiter zu sein. Die Bahn ist auf dem ersten Blick dank staatlich subventionierten Dumpinglöhnen etwas günstiger geworden, aber welche Nachteile hat man sich damit eingehandelt.


  6. Beamtenhasser
    27.09.10 um 13:11

    Wie geht es weiter? Wird gestreikt bis keiner mehr Bahn fährt? Die Bahnliberalisierung bzw. Derregulierung scheint gescheiter zu sein. Die …

    Nur mal so eine Frage zu ihrem dämlichen Geschreibsel. Was hat die Bahnliberalisierung mit kommunalen Verkehrsgesellschaften zu tun, die gar keine Verkehre auf Bahnstrecken nach EBO betreiben?

  7. Das Personal interessiert sich nicht dafür ob der Verkehr auf Bahnstrecken nach EBO betrieben wird oder nicht. Nur Lohn und Arbeistbedinungen interessiert diese und die sind mit der Derregulierung bei allen Bahnen verschlechtert worden. Das war mit ein Grund für die Liberalisierung. Ist jetzt alles klar?


  8. Beamtenhasser
    27.09.10 um 14:05

    Das Personal interessiert sich nicht dafür ob der Verkehr auf Bahnstrecken nach EBO betrieben wird oder nicht.

    Auf Bahnstrecken nach BOStrab herrscht kein freier Netzzugang und somit existiert auch keine Liberalisierung.

    Nur Lohn und Arbeistbedinungen interessiert diese und die sind mit der Derregulierung bei allen Bahnen verschlechtert worden.

    Die bayerischen Stadtbahnen müssen sich aber nicht im Wettbewerb behaupten. Es sind 100% staatliche Unternehmen die alle paar Jahre ihre Linienkonzessionen per Direktvergabe verlängert bekommen.

    Das war mit ein Grund für die Liberalisierung. Ist jetzt alles klar?

    Diese Aussage beweist nur wieder, dass die meisten Eisenbahner doof wie Brot sind.

    Die Bahn ist auf dem ersten Blick dank staatlich subventionierten Dumpinglöhnen etwas günstiger geworden, aber welche Nachteile hat man sich damit eingehandelt.

    Diese Nachteile kann man ganz einfach aus der Welt schaffen, wie beispielsweise in Nürnberg durch eine fahrerlose U-Bahn.

  9. Bin überzeugt das die sturz blöden Manager und Politiker lieber die Kosten für die Bahn durch automatisation verdreifschen, statt anständige Löhne für Lokführer zu zahlen.
    Auch eine automatische U-Bahn braucht spezialsiertes Betriebspersonal das jederzeit Streiken kann. Dummerweise kann man nur U-Bahnen/ Hochbahnen automatisieren, aber was rede ich hier mit Dilettanten.


  10. Dipl.-Ing.
    27.09.10 um 16:29

    Mit dem was man angeblich nicht kann, würde ich mich an ihrer Stelle einmal sehr zurückhalten. Vor 200 Jahren gab es auch Postkutschenfahrer, die meinten ihr Fortbewegungsmittel könnte nicht ersetzt werden. Der Arbeitsplatz eines Zugfahrers kaann genauso überflüssig werden.

    Man kann auch andere Bahnsysteme als nur U-Bahnen und Hochbahnen automatisieren. Ein Zugfahrer macht ja nichts anderes als nen Hebel vor und zurück bewegen und auf ein paar Knöpfen rumdrücken. Solche primitiven Tätigkeiten bekommt ein Computer auch hin.


  11. Niklas Luerßen
    27.09.10 um 19:04

    Ja ne ist klar. Sie sind anscheinend noch nicht selbst gefahren oder haben sich mit einem Fahrer oder Tf unterhalten. Es gehört „ein bißchen“ mehr dazu als nur „nen Hebel vor und zurückzubewegen und auf ein paar Knöpfen rumzudrücken“.

    Schon alleine das passende Anfahren an einen Bahnsteig oder Haltestelle, ohne aus Vorsicht schon sehr langsam reinzuschleichen und damit Verspätungsproduzierer zu werden, ist eine Sache, die sich langsam übt.
    Und im Eisenbahnbereich zumindest kommen noch so unplanmäßige Ereignisse wie Signalstörungen und Befehle schreiben hinzu…


  12. Stefan Hennigfeld
    27.09.10 um 19:41

    Mit LZB und AFB bzw. den entsprechenden Nachfolgetechnologien ist man natürlich schon einen ganzen Schritt in Richtung Automatisierung gekommen. Es wird sicher, außerhalb in sich geschlossener U-Bahnnetze, keine personallosen Züge geben und auch automatische Züge wird man im Fall von Betriebsstörungen „per Hand“ fahren können.

    Aber die Geschichte der Eisenbahn ist auch eine Geschichte fortwährender Automatisierung und technischer Innovation. Warum also sollte der Triebfahrzeugführer nicht im Regelbetrieb andere Aufgaben erledigen können als das bloße Fahren? Für die Fahrgäste würde es sich jedenfalls lohnen, wenn beständig ein Ansprechpartner vorhanden wäre und nicht nur bei stichprobenartigen Kontrollen.

    Früher gab es alle anderthalb Kilometer einen Blockwärter, an jedem Bahnübergang einen Schrankenposten, jede Weiche wurde mit Hebeln gestellt, auf Waggons gab es Bremser etc. – all das gibt es nicht mehr oder steht kurz vor der Abschaffung. Sicher werden wir den Lokführer noch eine Weile sehen. Aber wer heute sagt, Lokführer würde es „immer“ geben, der hat wirklich was vom Postkutschenfahrer, der nicht 1834, aber vielleicht 1790 glaubte, er habe einen Job für die Ewigkeit.

  13. @ Dipl Ing.
    Die Luftfahrt ist viel näher bei der Vollautomatisation alls die Eisenbahn. Ein A380 kann kaum 3 Meter in der Luft bis zum Abbremsen beim Highspeed Exit alles selbst ausführen und weil in der Luft die aüsseren Einflüsse berechenbar und sehr gering sind eignet sich das Flugzeug am besten für den führerlosen Betrieb. So viel zu primitiven Tätigkeiten

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