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„Stuttgarter Appell“ fordert sofortiges Moratorium

06.08.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Eine Gruppe vornehmlich kulturschaffender Prominenter fordert im „Stuttgarter Appell“ ein sofortiges Moratorium für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Unterzeichner sind u.a. der Sternekoch Vincent Klink, Musik- und Sportmanager Johannes Strachwitz und Edzard Reuter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG.

Das Projekt sei durch einen veränderten Kosten-Nutzen-Faktor sowie immer neuer Begleitumstände nicht mehr legitimiert. Nur eine neue Entscheidung unter Beteiligung aller Betroffener sei geeignet, eine weitere Eskalation des Konflikts zu vermeiden.

Die Idee stammt von Bernhard Ubbenhorst, freier Journalist, Übersetzer und Autor aus Stuttgart. Finanziert werden die Anzeigen von einem namentlich nicht genannten Mäzen.

9 Responses


  1. Horst Freundt
    07.08.10 um 11:32

    Dieses Projekt ist unnütz und sinnlos – dazu extrem teuer .Die wahren Kosten sind bisher nicht bekannt,hat man aber einmal angefangen muß es durchgezogen werden,koste es was es wolle.
    Größenwahnsinnige Politiker,die nicht darunter zu leiden haben,
    ziehen das entgegen der Volksmeinung durch.Ich erkläre mich mit den Demonstranten solidarisch und fordere eine sofortige Bürgerbefragung!Noch leben wir in einer Demokratie,denn wir sind das Volk und gegen Volkes Meinung darf nichts geschehen!
    Horst Freundt
    Stuttgart-Degerloch


  2. Tobias Richter
    07.08.10 um 18:01

    Die Tunnell unter der Stadt weren ihr neues Fundament und müßten sie für immer tragen, was alle kommenden Generationen zu blechen hätten .Der Unterhalt und die Instandhaltung für 40 Km durch instabieles Gestein würd seine Opfer fordern. Alles damit der HBF 50% seiner Leistung verliert und das Leben in der Stadt etwas schlechter wird.


  3. Walter Buhl
    08.08.10 um 16:15

    Bei allen dringend notwendigen Argumenten gegen Stuttgart 21, vermisse ich eine Stellungnahme gegen die Planung der Strecke vom Flughafen über die „Rohrer Kurve“ an die Strecke Singen/Schweiz. Gerade für die Rohrer Kurve würden unzählige Bäume des Möhringer Waldes diesem schwachsinnigen Plan zum Opfer fallen. Der Möhringer Wald bildet u.A. einen Lärmschutz gegen den Autobahnlärm für Rohr und Dürrlewang. Ich befürchte eine beträchtliche Belastung für die angrenzenden Wohngebiete.
    Sind die Kosten für dieses Projekt überhaupt schon in der 21 Rechnung beinhaltet? Es wäre interresant das zu wissen!


  4. Stefan Hennigfeld
    08.08.10 um 18:14

    Hallo Walter,

    daß Stuttgart 21 mit diversen Neu- und Ausbauprojekten zusammengelegt wurde, ist kein Naturgesetz. Im Gegenteil, auf politischer Ebene wurden sie miteinander verknüpft, weil es für diesen Kellerbahnhof isoliert betrachtet noch weniger Gründe gäbe.

    Sowohl eine Neubaustrecke nach Ulm als auch eine bessere Anbindung des Flughafens oder eine Neuordnung der Gäubahn sind auch möglich, wenn man den bestehenden Sackbahnhof beibehält und das Konzept K21 ein Stück weit fortschreibt. Karl-Dieter Bodack etwa brachte die Möglichkeit ins Gespräch, die Gleise mit einer Ladenpassage zu überbauen.


  5. Bassler Siegfried
    09.08.10 um 10:26

    Kireg´ich ein Park-Bau-Moratorium
    Sing`ich ein Park-Baum-Oratorium

  6. Die etwa 60 Kilometer lange neue Schnellbahnstrecke Stuttgart-Ulm wird deutlich teurer als geplant. Die Mehrkosten liegen demnach bei 865 Millionen Euro. Die Baukosten sollen nun rund 2,89 Milliarden Euro betragen, bisher war das Projekt auf 2,025 Milliarden Euro veranschlagt worden.
    WARUM NIMMT MAN NICHT DIESE KNAPPE PEANUTS MILLARDE für Regress Ansprüche und verabschidet sich von diesem sinnlosen Projekt. 10 Jahrebauzeit für so gut wie keine Verbesserung mal abgesehen von den Schäden die der Mensch an der Natur anrichtet. Lasst das größte DORF Deutschlands einfach in Ruhe, es reicht mir schon wenn ich sehe wie das Volksfest vermarktet wurde. WACHSEN, WACHSEN, WACHSEN bis zum EXITUS.


  7. Wolfgang Schiegg
    09.08.10 um 11:52

    Und ich sing dann noch außerdem
    des Milliardengrabes Requiem


  8. Lischen Müller
    15.09.10 um 15:05

    Liebe Leser,
    auf einer Trafostation war ein Plakat in weiss mit schwarzen Buchstaben, dass als „Requiem Stuttgart“ oder „Stuttgart Requiem“ deklariert war und auf dem alle Abrissgebäude in Stuttgart genannt waren. Es handelte sich nur um Straßennamen wie z.B. Jägerstr. 24 – 26, Friedrichstraße von bis….
    V.i.S.d.P. niemand. Die Menge der genannten Gebäude bzw. Straßen konnte ich mir leider nicht merken, da es ca. DIN A 3 groß und die ganze Seite voller Namen war. Es waren erschreckend viele.
    Hierin kam das ganze Ausmaß des Stadtumbaus bzw. der Stadtzerstörung zur Veröffentlichung.
    Irgendetwas mit Planfeststell… stand auch noch dabei.
    Ein sehr interessanten Dokument.
    Wer kennt es?
    Lischen Müller

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