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Regionalfaktoren: BEG sieht „keine Entspannung“

26.08.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die BEG sieht keine Entlastung durch den Wegfall der RegionalfaktorenNachdem sich die DB Netz AG und die Bundesnetzagentur auf eine vollständige Abschaffung der Regionalfaktoren bis Dezember 2011 geeinigt haben, sieht nun auch die Bayrische Eisenbahngesellschaft, Aufgabenträger für den SPNV im Freistaat, keine Entspannung bei den Trassenpreisen. Die BAG-SPNV hatte in dieser Woche bereits ähnliche Bedenken geäußert. Zusätzliche Züge oder gar Fahrgeldsenkungen hält man für undenkbar.

Im Freistaat Bayern wird die Entlastung nach Meinung der BEG allerdings noch geringer ausfallen als im übrigens Bundesgebiet. Zunächst einmal seien in Bayern nur wenige Strecken vorhanden, auf denen überhaupt Regionalfaktoren erhoben wurden. Auf denen, die dann doch betroffen sind, seien die Regionalfaktoren aber wegen der hohen Zugdichte verhältnismäßig niedrig.

Da die DB Netz AG bereits angekündigt hat, das fehlende Geld (pro Jahr eine dreistellige Millionensumme) an anderer Stelle wieder reinzuholen, steht zu befürchten, dass die Trassenpreise für den SPNV insgesamt steigen. In diesem Fall könnte Bayern sogar Leidtragender der abgeschafften Regionalfaktoren werden. Die BEG fordert statt dessen ein Trassenpreissystem, bei dem Mehrbestellungen mit Rabatten honoriert werden.

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