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RE 10: Notkonzept für Montag, den 9. August

09.08.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Nachdem es am frühen Samstag morgen gegen 5:20 zu einem folgenschweren Unfall in Geldern kam, hat die Nordwestbahn für heute (Montag, 9. August) ein Notkonzept für den Niers-Express erarbeitet.

Zwischen Kleve und Kempen wird vollständig mit Bussen gefahren. Für Reisende aus Kleve verlängert sich die Fahrzeit um eine halbe Stunde. Da drei Triebzüge schwer beschädigt worden sind, stehen zudem weniger Kapazitäten zur Verfügung als gewohnt. Das Konzept für Dienstag wird kurzfristig bekannt gegeben.

3 Responses


  1. Jürgen E.
    09.08.10 um 07:54

    Wenn man sich die Bilder auf RP-Online anschaut, kann man wirklich von Glück sprechen, dass keine Fahrgäste an Bord waren

    http://www.rp-online.de/niederrheinnord/geldern/nachrichten/geldern/Zugunglueck-am-Bahnhof-Geldern-Niers-Express-schwer-beschaedigt_bid_57449.html

    Die Rheinische Post schreibt dazu:

    Der erste Zug, auf den die Diesellok krachte, habe vermutlich, nach Aussage der Nordwestbahn-Sprecherin Katrin Hoffmann, nur noch Schrottwert. Das Führerhaus wurde total eingedrückt. Außerdem knickte der gesamte Waggon in der Mitte durch. Ebenso erheblich beschädigt, berichtet Katrin Hoffmann, seien die beiden Züge, die hinter dem total zerstörten Zug standen. „Auch die anderen sieben Waggons, die noch in Richtung Kleve geparkt waren, müssen in der Werkstatt erst noch einmal untersucht werden, da die Diesellok durch die Wucht des Aufpralls alle Züge aufeinander geschoben hat.

    Es wird also wohl eine Zeit dauern, bis das Zugangebot wieder komplett sein wird.

  2. Es ist erschreckend! Wie man sieht geht die Leichtbauweise völlig zu Lasten der Sicherheit. Möchte gar nicht daran denken wie die Kisten aussehen würden, wenn zwei davon auf offener Strecke mit je 80 Km/h zusammen krachen! Hier waren es ja „nur“ einseitig 40 Km/h …
    Ich mag in solche Billig-Züge gar nicht mehr einsteigen.

  3. Es ist erschreckend! Wie man sieht geht die Leichtbauweise völlig zu Lasten der Sicherheit.

    In der Vergangenheit gab es ähnlich verherende Unfälle mit Silberlingen oder Schienenbussen, mit Leichtbau hat dieser enorme Sachschaden wenig zu tun.

    Möchte gar nicht daran denken wie die Kisten aussehen würden, wenn zwei davon auf offener Strecke mit je 80 Km/h zusammen krachen! Hier waren es ja “nur” einseitig 40 Km/h …

    Bei dieser Art von Unfall ist die Geschwindigkeit nebensächlich. Das Problem stellt die enorme Masse des Bauzuges dar. Diese sehr großen Trägheitskräfte müssen durch ein stehendes gebremstes Objekt ja irgendwie abgefangen werden.

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