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Ramsauer fordert ICE-TD für die Franken-Sachsen-Magistrale

30.08.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

ICE TD am Berliner OstbahnhofBundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) forderte beim verkehrspolitischen Frühschoppen in Bayreuth den neuerlichen Einsatz von ICE-TD auf der Franken-Sachsen-Magistrale. „Bayreuth darf vom Eisenbahn-Fernverkehr nicht abgehängt werden.“ Deshalb hofft der bayrische Minister, dass „auf absehbare Zeit“ wieder Diesel-ICE mit Neigetechnik von Nordbayern nach Sachsen rollen werden.

Das gab es bereits kurz nach der Jahrtausendwende. Allerdings musste wegen eines Achsbruchs im Dezember 2002 zunächst die Neigetechnik abgeschaltet werden, bevor es 2003 zu einem generellen Fahrverbot kam. Einige Jahre fuhren dort reguläre InterCity, gezogen von Diesellokomotiven der Baureihe 232, mittlerweile sind es Triebzüge vom Typ 612, die allerdings für den Nahverkehr entwickelt wurden und für überregionale Zugleistungen nicht geeignet sind.

Ramsauer kündigte an, im September in Berlin zu einem Spitzengespräch zu laden, an dem neben Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk (CSU), Landrat Hermann Hübner (CSU) und Oberbürgermeister Michael Hohl (CSU) auch Bahnchef Rüdiger Grube teilnehmen wird. Ramsauer: „Ich werde alle Spielräume nutzen, um das berechtigte Interesse Bayreuths Rechnung zu tragen.“

Bild: Sebastian Terlfloth. Lizenz: CC-by-SA 3.0

2 Responses

  1. Pingback: Ramsauer fordert ICE-TD für die Franken-Sachsen-Magistrale – Eisenbahnjournal Zughalt.de (Blog) | Chatten Sachsen

  2. So ein Gedanke gehört auch zum Frühschoppen. Ausgerechnet den ICE TD auf dieser Strecke wieder einnführen. Es wird dem Verkehrsministerium hoffentlich klar sein, dass die Deutsche Bahn im Fernverkehr massive Probleme mit den Achsen hat, sei es ICE 3, sowie ICE T, die Neigetechnik bleibt auf absehbare Zeit abgeschaltet, eine neue Achse ist noch nicht mal entworfen, geschweige denn zugelassen, erprobt geschweige denn eingebaut.
    Es gab mal 20 ICE TD, jetzt sinds 19, einen hats wegen Radbruch zerrissen.
    DB Fernverkehr tut gut daran, diese anfälligen ICE TD auf ebenen, weniger kurvenreichen Strecken zwischen Berlin und Dänemrk einzusetzen, (weiß nicht ob mit oder ohne Neigetechnik) weil:
    Dänemark finanziell den neuen Einsatz etwas gefördert hat
    Dieser Diesel ICE dort nicht das schlechte Image hat.

    Außerdem reichen 19 Garnituren nicht für Dänemarkverkehr, Reserve und Stundentakt zwischen Nürnberg und Dresden oder noch weiter, DB AG bestellt bestimmt keinen Diesel ICE mehr.
    Der Verkehrsminister sollte mal lieber dafür Sorgen, dass Güter auf die Schiene und aufs Schiff umgelagert werden, dafür Infrastruktur schaffen anstelle ein Vermögen in S21 zu versenken.
    Gottt sei Dank war das eine lokale Veranstaltung, diese Zusage wird wohl von Fachleuten nicht ernst genommen, es entstehen daraus nicht solche Probleme wie den Stattsverträgen zwischen D und NL, (Rotterdam bis Grenze D eine neue reine Güterstrecke zusätzlich, ab Grenze D gibt anstelle 4 Gleisen nur 2. Oder gar mit der Schweiz, die Rheinbahn wurde 1987 angefangen auszubauen, vor 2020 ist eine komplette Fertigstellung ungewiss, 2008 war eine Zusage an die Schweiz. Die tüchtigen Schweizer haben eher die Alpen untertunnelt als dass die Deutschen nur die Planungen für nachhaltigen Güterverkehr auf Schiff und Schiene abgeschlossen haben.

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