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Österreichische Grüne fordern mehr Einsatz für die Schiene

27.08.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die verkehrspolitische Sprecherin der österreichischen Grünen, Gabriela Moser, forderte die „Verkehrswende in Richtung Energieeffizienz statt Show für E-Mobility“ und appellierte an Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) zu einer Kehrtwende in der Verkehrspolitik auf. Moser: „Kostenwahrheit und nicht Dauersubvention für den Straßenverkehr. Dies gepaart mit einem offensiven Ausbau der Öffis von systemischen Taktknoten und attraktiven Fahrplänen und günstigen Tarifen.“

„Die Kosten für die Pendler sind erheblich höher als die Öffipreise. Alle Verkehrsminister haben bisher die viel energieeffizienteren Bahnsysteme konsequent benachteiligt und die ÖBB nicht wettbewerbsfähig gemacht.“ Moser kritisiert, die Erdölabhängigkeit beim Autoverkehr betrage 96% und er sei aufgrund seiner unwirtschaftlichen Natur ein Energievernichter.

Moser: „Bures hat ein von schwarz-blau verursachtes ‘ÖBB-Wrack’ übernommen und bisher keinen Kehraus veranlasst. Jetzt, in Zeiten dringend nötiger Energie-Effizienz im Verkehrsbereich, stehen die ÖBB, als bester E-Mobility-Anbieter, finanziell im Trockendock. Nur eine generelle Verkehrswende kann hier Abhilfe verschaffen: Intelligenz – und Kapitalspritze für Öffi-Ausbau und Kostenwahrheit für die Straße, das ist Energieeffizienz!“

Die Österreichischen Bundesbahnen stehen momentan sehr schlecht dar und erinnern durchaus an den Zustand der Eisenbahn in Deutschland in der Bundesbahnzeit. Eine Regionalisierung, wie in Deutschland, gibt es im österreichischen Nahverkehr nicht. Statt dessen sind Stillegungen an der Tagesordnung, die es in Deutschland und Großbritannien vor den jeweiligen Bahnreformen ebenfalls gab.

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