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BW: VCD erneuert Forderung nach transparenter Vergabe

21.08.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Baden-Württembergische Landesverband des Verkehrsclub Deutschland fordert erneut eine wirtschaftlich sinnvolle und faire Wettbewerbsvergabe aller SPNV-Linien im Ländle. Diese sollen verschärfte Anforderungen an Qualität und Service sowie Sozialstandards vorsehen, um so mehr Transparenz bei der Ablösung des bestehenden DB-Verkehrsvertrages zu schaffen. Zudem existiert, so VCD-Landeschef Matthias Lieb, ein Zusammenhang mit Stuttgart 21.

Lieb: „Nur durch diese Zugeständnisse der Landesregierung zu überhöhten Preisen und geringer Qualität sind die Planungen zu Stuttgart 21 von der DB nach2001 fortgeführt worden.“ Tatsächlich war das umstrittene Großprojekt zur Jahrtausendwende so gut wie beerdigt – wie auch die vergleichbaren Projekte Frankfurt 21 und München 21. Erst nach diesem Vertrag, bei dem das Land teilweise für Zugleistungen zahlt, die gar nicht gefahren werden, nahm die Bahn die Planungen wieder auf.

Lieb weiter: „Nun ist es an der Zeit, mit dieser für den Fahrgast und Steuerzahler schlechten Vergangenheit zu brechen und die Leistungen im Wettbewerb an den zu vergeben, der das günstigste Angebot mit dem besten Service bietet .“ „Hier ist die Landesregierung in der Pflicht, für Wettbewerber, die anders als die DB derzeit nicht die Einnahmeaufteilungen kennen, für Transparenz und Einfachheit zu sorgen .“

Tatsächlich sorgten (faire) Ausschreibungen bislang immer dafür, dass sich das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert. Im VBB spart man demnächst 55 Millionen Euro im Jahr, kann aber gleichzeitig das Angebot auf dem Netz Berlin Stadtbahn erheblich verbessern. Auch in Teilen Nordrhein-Westfalens, insbesondere im Münsterland, konnte man durch konsequente Ausschreibungspolitik große Erfolge erzielen und den Stand der Eisenbahn im Wettbewerb der Verkehrsträger nachhaltig verbessern.

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