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Überhitzter ICE: Schulleiterin kündigt Regressforderungen an

12.07.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Eigentlich soll Zugfahren für Kinder ein Vergnügen seinAm vergangenen Samstag mussten in Bielefeld 44 Fahrgäste eines überhitzten ICE rettungsdienstlich versorgt werden. Einige davon kamen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, darunter auch Schüler der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Remscheid.

Schulleiterin Brigitte Borgstedt kündigte dem Westfalen-Blatt gegenüber an, die Bahn „in Regresspflicht“ nehmen zu wollen. Sollten sich die Verdachtsfälle der fahrlässigen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung, wegen denen die Strafverfolgungsbehörden bereits ermitteln, erhärten, wird die Schulleiterin den Eltern „zu einer Sammelklage raten“.

Das deutsche Zivilrecht kennt zwar keine Sammelklage nach dem Vorbild der „class action“ in den Vereinigten Staaten, wohl aber die Möglichkeit der Prozessverbindung. Auf jeden Fall ist nun davon auszugehen, dass die Sache nicht nur straf-, sondern auch zivilrechtliche Folgen haben wird.

Bild: Deutsche Bahn AG

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