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Transnet: Zugbegleiter sind keine Sündenböcke

12.07.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Zugbegleiter kann nichts dafür, wenn die Klimaanlage kaputt istVertreter von Transnet und GDBA haben davor gewarnt, Zugbegleiter zu Sündenböcken zu machen „an denen Bahnreisende ihren Ärger auslassen, wenn die Technik in den Zügen nicht richtig funktioniert“. Man halte es für „völlig unverständlich“, dass Zugbegleitern nun auch fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen werde.

Am vergangenen Samstag mussten etliche Fahrgäste eines ICE mit defekter Klimaanlage in Bielefeld rettungsdienstlich versorgt werden, weil die Temperaturen auf über 50°C gestiegen sind. In diesem Zusammenhang haben die Strafverfolgungsbehörden Ermittlungen aufgenommen. Die Bundespolizei wollte sogar den fraglichen ICE beschlagnahmen, was die Staatsanwaltschaft allerdings wegen Unverhältnismäßigkeit abgelehnt hat.

Die Gewerkschaften fordert jetzt „von der Bahnführung, vor allem aber von der Bahnindustrie, endlich für Fahrzeuge und Betriebsmittel zu sorgen, die den Anforderungen durch heiße Sommer und auch kalte Winter standhalten“.

Bild: Deutsche Bahn AG

Ein Kommentar


  1. Gero Seber
    15.07.10 um 23:29

    Man halte es für „völlig unverständlich“, dass Zugbegleitern nun auch fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen werde.

    Wenn Zugbegleiter nicht merken, dass Leute bei stundenlangen 50 Grad im Abteil fast verrecken, dann darf das ein Staatsanwalt ja wohl mal hinterfragen. Hinterfragen muss man wohl auch mal wieder die Gewerkschaften, die in dumpfem Kadavergehorsam solche Dummheiten veröffentlichen.

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