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ÖBB-Postbus testet Busanhänger

15.07.10 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Buslenker Helmut Anrich und Postbus-Regionalmanager Gernot Hubner vor dem 24 Meter Bus-ZugBei der ÖBB Postbus GmbH wird im Flachgau erstmals der „Bus-Zug“ genannte Busanhänger gestestet. Der Anhänger hat 34 weitere Sitzplätze und wird zu Spitzenzeiten einfach an den Bus rangehängt. Der Dieselverbrauch ist dabei wesentlich geringer, als es bei einem zusätzlich eingesetzten Standardbus der Fall wäre.

Der Salzburger Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) ist zuversichtlich, dass der „Bus-Zug“ ein zukunftsträchtiger Weg ist. Er hät ihn für „eine überaus effiziente Lösung, wenn es darum geht, zu Spitzenzeiten die Transportkapazitäten, vor allem aber auch die Bequemlichkeit und den Komfort für die Fahrgäste zu erhöhen.“

Auch Gernot Huber, Regionalmanager bei ÖBB Postbus, zeigt sich sichtlich zufrieden: „Gerade zur Morgenspitze wollen wir Pendlern und Schülern zusätzliche Sitzplätze anbieten. Wenn während des Tages weniger los ist, bleibt der Hänger einfach in der Postbus-Garage.“ Das Konzept des Stärken und Schwächen ist im Schienenverkehr bereits seit langem gang und gäbe.

Im Mai und Juni haben die Straßenbahnen Hannover ebenfalls Busanhänger im Regelbetrieb getestet. Augenscheinlich wird er als Alternative zum (Doppel)gelenkbus immer häufiger in Erwägung gezogen.

Bild: © ÖBB Postbus GmbH

2 Responses


  1. Richard Löwenherz
    15.07.10 um 09:38

    Auf jeden Fall mehr als eine Testfahrt wert – gute Idee um sich auch den Fahrgastströmen beim Postbus anzupassen, da kann man auch psaren und hat mehr Platz – hoffe dass setzt sich durch und wird dann mehrfach übernommen!


  2. Marius Lechner
    15.07.10 um 11:34

    Es wäre wesentlich gescheiter, wenn die Busse gänzlich ohne Diesel auskommen würden. Das schwarze Bundesland Oberösterreich beschreitet hier, übrigens ebenso wie das schwarze Niederösterreich den völlig falschen Weg, wenn die Eisenbahn durch Busse ersetzt werden.

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